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Chinas Devisenreserven schrumpfen

Archivmeldung vom 14.01.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 14.01.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
China-Flagge: Binnenkonjunktur im Mittelpunkt. Bild: pixelio.de/Dieter Schütz
China-Flagge: Binnenkonjunktur im Mittelpunkt. Bild: pixelio.de/Dieter Schütz

Erstmals seit 13 Jahren sind die Devisenreserven Chinas, welche zum Großteil aus amerikanischen Staatsanleihen bestehen, zurückgegangen. Mögliche Gründe dafür sind Kapitalabflüsse in Folge der Sorgen um die weltweite Konjunkturentwicklung sowie das gesunkene chinesische Wirtschaftswachstum.

"Die Devisenreduktion kommt den Chinesen ganz recht. Konjunkturstabilität ist ihnen momentan wichtiger. Mehr Import als Export ist auch ein Grund für den Rückgang der Devisenreserven. Aufgrund der Prioritätsverlagerung wird der Fremdwährungsbestand auch vorübergehend noch weiter sinken", meint Robert Halver, Finanzanalyst der Baader Bank AG, gegenüber pressetext.

Chinesische Devisenreserven haben sich über die Jahre hinweg zu einer Summe von 3,2 Bio. Euro aufgebaut. Während die Goldreserven im Dezember einen unveränderten Stand von 33,89 Mrd. Dollar aufgewiesen haben, ist der Bestand der Fremdwährung zum ersten Mal auf 3,18 Bio. gesunken. "Die Angst nicht liquide zu sein, hat die Chinesen angetrieben hohe Devisenreserven zu besitzen. Heute besteht diese Angst nicht mehr. Sachkapital zu besitzen, ist ihnen zur Zeit lieber als Geldkapital", so Halver.

Binnenkultur im Mittelpunkt

Seit der asiatischen Finanzkrise 1998 ist der Rückgang von 20 Mrd. Dollar die erste Abnahme des Fremdwährungsbestands überhaupt. Welche Währung genau dafür verantwortlich ist, konnte die chinesische Notenbank nicht eruieren. Auch der schwächer entwickelte Außenhandel war Grund für weniger Devisenzufluss nach China.

"Die Verbesserung der Binnenkultur steht jetzt einmal im Mittelpunkt", laut Halver. Abkühlung der chinesischen Binnenkonjunktur könnten Investoren zum Anlass genommen haben, Kapital aus dem grundsätzlich sehr wachstumsstarken Land abzuziehen, vermutet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. "Die Volksrepublik China wird in Zukunft ihr Vermögen breiter diversifizieren um stabilere Verhältnisse zu schaffen", erklärt Halver.

Quelle: www.pressetext.com/Jana Seywald

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