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Wirecard wird zur Smartphone-Bank

Archivmeldung vom 04.10.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 04.10.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Messestand von Wirecard auf der Internet World 2017
Messestand von Wirecard auf der Internet World 2017

Lizenz: CC0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der Zahlungsdienstleister Wirecard will die etablierten Banken im Privatkundengeschäft angreifen. Wirecard wolle sein mobiles Bezahlsystem Boon zu einem Smartphone-Konto ausbauen, sagte Vorstandschef Markus Braun dem "Handelsblatt". "Künftig sollen die Kunden via Boon Überweisungen tätigen können, Kredite ausleihen und Versicherungen abschließen", so Braun. Die Bezahllösung Boon ging im Jahr 2015 an den Start und hat heute bereits 35 Millionen Kunden weltweit.

Wirecard ist keine klassische Bank, besitzt aber eine Banklizenz. Die Marke Boon solle künftig durch immer mehr Mehrwertleistungen erweitert werden, so Braun. So spreche das Unternehmen bereits mit großen Versicherern über Kooperationen. "Beispielsweise sollen die Kunden ein Luxus- oder Elektronikprodukt beim Kauf gleich versichern können", so der Wirecard-Chef. Nach dem Aufstieg in den DAX in der vergangenen Woche will Braun den Börsenwert des Unternehmens mehr als vervi erfachen. "Wir haben sicherlich das Potenzial, den Börsenwert in den kommenden Jahren auf mehr als 100 Milliarden Euro zu bringen", so Braun.

Derzeit ist Wirecard an der Börse mit rund 23 Milliarden Euro bewertet und damit teurer als manch etablierter Finanztitel wie die Deutsche Bank oder die Deutsche Börse. Wesentlicher Treiber für die weitere Geschäftsentwicklung ist laut Braun der weltweite Trend weg vom Bargeld und hin zu mobilen und digitalen Bezahlsystemen. Aus diesem Grund könne Wirecard sein Geschäftsmodell sicher in Zukunft verzehn-, verzwanzig- oder auch verdreißigfachen, so Braun. Die Gefahr eines jähen Absturzes sieht Braun trotz der sehr hohen Bewertung der Aktie mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 75 nicht. Die Diskussion über den teuren Kurs verfolge ihn schon, seitdem die Aktie bei drei Euro stand. Am Dienstag notierte sie bei knapp 190 Euro. "Wahrscheinlich wird auch noch bei 2.000 Euro darüber debattiert werden", so der Wirecard-Chef.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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