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Bundesbank kritisiert Brexit-Vorbereitungen von Unternehmen

Archivmeldung vom 12.02.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 12.02.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bundesbank (BBk) – Deutsche Mark – Geschreddert (Symbolbild)
Bundesbank (BBk) – Deutsche Mark – Geschreddert (Symbolbild)

Foto: Lupus in Saxonia
Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Viele deutsche Unternehmen sind aus Sicht der Bundesbank nicht für den bevorstehenden EU-Austritt Großbritanniens gewappnet. "Die Finanzaufsicht und die Banken haben große Anstrengungen unternommen, um sich auf einen harten Brexit vorzubereiten", sagte Bundesbank-Vorstand Joachim Wuermeling dem "Handelsblatt".

Sorgen machten ihm allerdings, dass "sich viele Unternehmenskunden der Institute bisher nur unzureichend mit den Folgen des Brexits für ihre Finanzgeschäfte beschäftigt haben". Viele Verträge müssten angepasst werden, damit Geschäfte auch nach einem harten Brexit fortgesetzt werden könnten, mahnte Wuermeling. Die Institute hätten deshalb alle Kunden angeschrieben. "Aber die Rückmeldungen waren nach Aussagen vieler Banken bisher verhalten", so der Bundesbank-Vorstand weiter. "Wir appellieren daher an alle Unternehmen und Privatkunden, auf entsprechende Aufforderungen von Banken spätestens jetzt zu reagieren. Im schlimmsten Fall können wichtige Vertragsbeziehungen nicht fortgesetzt und notwendige Transaktionen nicht getätigt werden", sagte Wuermeling.

Zufrieden ist er dagegen mit den meisten Banken, die im Zuge des Brexits eine Niederlassung in Deutschland auf- oder ausgebaut haben. Die Finanzaufsicht habe viele neue Lizenzen erteilt und werde bis Ende März noch weitere Verfahren abschließen, so der Bundesbank-Vorstand weiter. "Bei einigen kleineren Instituten wird es dagegen noch etwas länger dauern – sie werden deshalb erst mit einer gewissen Verzögerung von Frankfurt aus operieren können. Diese Institute haben entweder ihre Anträge oder die nötigen Unterlagen zu spät eingereicht", sagte Wuermeling dem "Handelsblatt".

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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