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Gewerkschaft: McDonald`s hat Gaststätten-Landschaft "komplett umgekrempelt"

Archivmeldung vom 15.04.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.04.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Logo von McDonald’s
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Lizenz: Public domain
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Für die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) ist der 60. Geburtstag der US-Fastfood-Kette McDonald`s am Mittwoch "keine reine Erfolgsgeschichte" für die deutsche Gaststätten-Landschaft. Im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte NGG-Referatsleiter Guido Zeitler, der Eintritt des Unternehmens 1971 in den deutschen Markt habe den hiesigen "Gaststätten- und Hotelmarkt komplett umgekrempelt".

Mit McDonald`s habe das Franchise-Prinzip hierzulande Einzug gehalten, bei dem unabhängige Unternehmer Restaurants oder Hotels unter dem Namen eines Konzerns führen. Zeitler sagte, das Prinzip werde sich in Deutschland vermutlich noch weiter verbreiten. Kleine Burger- und Restaurantketten expandierten derzeit, "als nächstes dürften große Döner-Buden-Ketten entstehen", sagte der Gewerkschafter.

Das Prinzip "Franchise" sei "hoch problematisch", da der jeweilige Franchise-Nehmer für seine Arbeiter zuständig sei, nicht aber die Dachmarke. "Der Druck in der Systemgastronomie ist enorm, sowohl was die Personalkosten als auch die Produktivität angeht."

Die Kette verlängere sich durch Franchise um ein Glied. "Und auch der Franchisenehmer will gutes Geld verdienen." Dies bekämen die Angestellten zu spüren. Hier sei McDonald`s Vorbild für die Konkurrenz, so Zeitler.

Nach harten Auseinandersetzungen mit der Gewerkschaft müssten sich inzwischen sämtliche Franchisenehmer der US-Kette an einen Tarifvertrag halten. Bei anderen Ketten werde der Tarif umgangen. Zeitler appellierte an die Konkurrenz, sich ein Vorbild am Marktführer zu nehmen. "Mit seinem Markennamen für schlechte Arbeitsbedingungen stehen - das will niemand."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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