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Kopfgeld auf Aktienbetrüger Engler

Archivmeldung vom 21.10.2009

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 21.10.2009 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Weltweit gesucht: Ulrich Engler (48) Bild: Staatsanwaltschaft Mannheim / GoMoPa
Weltweit gesucht: Ulrich Engler (48) Bild: Staatsanwaltschaft Mannheim / GoMoPa

Er war der große Sponsor der Galopprennen von Iffezheim bei Baden-Baden. Doch seit Oktober 2007 ist der Lebemann Ulrich Engler (48) auf der Flucht, nachdem aufflog, dass er mit einem Schneeballsystem mindestens 100 Millionen US-Dollar deutscher Anleger verbrannt hatte. Bis heute fehlt von dem Aktienbetrüger jede Spur. Die Staatsanwaltschaft hat auf Engler ein Kopfgeld ausgesetzt.

"Für sachdienliche Hinweise, die zur Ergreifung und Auslieferung von Ulrich Engler führen, ist von der Staatsanwaltschaft Mannheim eine Belohnung von bis zu 10.000 Euro ausgesetzt", teilte gestern der Mannheimer Staatsanwaltschaftssprecher Thomas Pfeiffer dem Finanznachrichtendienst www.GoMoPa.net mit.

Am heutigen Mittwoch, dem 21. Oktober 2009, strahlt das ZDF-Magazin "Aktenzeichen XY… ungelöst“ die Fahndung nach dem 48jährigen mutmaßlichen Kapitalanlagebetrüger aus. Die Staatsanwaltschaft Mannheim und die Ermittler des Landeskriminalamts Baden-Württemberg erhoffen sich Hinweise zum Aufenthaltsort des Flüchtigen.

Engler versprach Renditen von 72 Prozent

Staatsanwalt Pfeiffer begründet die Fahndung so: "Der mit internationalem Haftbefehl gesuchte Engler soll in den Jahren 2005 bis 2007 von Florida/USA aus ein riesiges Schneeballsystem initiiert haben, indem er vortäuschte, durch so genannte Day-Trading-Geschäfte am amerikanischen Markt (Börse) hohe Gewinne zu erzielen. Er garantierte den geprellten Kapitalanlegern Renditen von bis zu 72 Prozent pro Jahr. Über 6.000 Geschädigte in Deutschland, Österreich und der Schweiz überwiesen im Glauben an die sehr hohen Gewinne Gelder auf Bankkonten des Beschuldigten in den USA. Der Schaden beläuft sich auf mindestens 160 Millionen US-Dollar."

Engler bewohnte bis zu seiner Flucht im Sommer 2007 eine Villa in Bonita Springs/Florida und führte ein luxuriöses Leben. Er hat ein Faible für schnelle, teure Autos und ist leidenschaftlicher Golfer. Bereits vor über zehn Jahren hatte sich Engler in die USA abgesetzt. Die Ermittler gehen davon aus, dass er in Begleitung seiner Lebensgefährtin und des gemeinsamen Yorkshire Terriers immer wieder seinen Aufenthaltsort wechselt.

Ulrich Engler wurde am 28. März 1961 in Andelfingen geboren, ist 181 Zentimeter groß, hat mittelblonde Haare, blaue Augen, eine kräftige Figur und ist Brillenträger. Er bevorzugt einen aufwendigen Lebensstil.

Hinweise zu der Fahndung werden unter Telefon: 0049 (0) 711 5401 3333 rund um die Uhr entgegen genommen.

Die Fahndung ist auch im Internet unter www.polizei-bw.de abrufbar.

Nach Informationen von GoMoPa hielt sich Engler zunächst in Kanada auf und reiste dann via Privatjet in die Region Panama. Hier soll er sich sich unter falschem Namen aufgehalten haben.

Ein Spitzel teilte GoMoPa mit: "Fest steht, Engler sitzt auf einigen Millionen, kann sich aber aufgrund des internationalen Haftbefehls nicht bewegen. Er sitzt fest und braucht dringend neue Ausweisdokumente."

Für viele Anleger scheint die Verhaftung von Engler die letzte Hoffnung zu sein, jemals einen Teil ihres Geldes wiederzusehen. Allerdings hätte es nach GoMoPa-Informationen genügend andere Möglichkeiten gegeben, das Geld zumindestens im angelsächsichen Rechtsraum zurückzuholen.

Quelle: GoMoPa (Siegfried Siewert)

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