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Grüner Crash: Klimawandel als Mega-Trend an den Kapitalmärkten

Archivmeldung vom 06.07.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 06.07.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
Aktienkurs (Symbolbild)
Aktienkurs (Symbolbild)

Bild: Rainer Sturm / pixelio.de

Das Klima schützen? "Ein Mega-Trend", sagt Jörg Wiechmann. Die EU investiere hunderte Milliarden Euro in den "Green Deal", die USA seien zurück im Pariser Klimaschutz-Abkommen. Eine solche Entwicklung locke natürlich Investoren an, sagt der Geschäftsführer des Itzehoer Aktien Clubs (IAC). Nur leider laufe es für sie nicht so gut wie gewünscht.

Immer mehr Anleger hätten auf Aktien und Fonds aus dem Bereich Klima- und Umweltschutz gesetzt, erläutert Wiechmann. "Aber viele von ihnen dürften sich aktuell beim Blick auf die Performance wundern." Denn in der Spitze hätten sie rund 40 Prozent verloren, gemessen am S&P Global Clean Energy Index, den er als "weltweit wohl wichtigstes Börsenbarometer für klimafreundliche Aktien" einstuft. Einzelne Papiere aus dem Bereich Wasserstoff und Brennstoffzellen hätten sogar Kurseinbrüche von bis zu 70 Prozent erlitten - "und das, obwohl die Börse insgesamt im laufenden Jahr klar zweistellig im Plus liegt".

Die Erklärung des Experten: An der Börse bringe der Einkauf den Gewinn. "Wenn Anleger in Herden auf einen Trend aufspringen und die Kurse nach oben treiben, erfolgt der Einstieg überteuert", sagt Wiechmann. Trotz des grünen Crashs sei auch jetzt zweifelhaft, ob sich das Investment in Klima-Aktien lohne: Die Papiere im S&P Global Clean Energy Index seien nach ihrem Kurs-Gewinn-Verhältnis immer noch fast drei Mal so teuer wie der breite Aktienmarkt.

Dort sieht der IAC-Geschäftsführer Anleger besser aufgehoben: "Wer mit seinem Geld etwas fürs Klima tun will, muss nicht unbedingt in hochriskante Klima-Aktien investieren." Kein Unternehmen komme heute daran vorbei, seine Klimabilanz zu verbessern - gerade einstige Sünder wie BMW, Daimler, Volkswagen, BP oder Total gehörten jetzt zu den größten Investoren im Bereich der regenerativen Energien. Wer hier sein Geld anlege, profitiere von den etablierten Geschäftsmodellen der Konzerne und finanziere gleichzeitig deren Wandel hin zu mehr Klimaneutralität, betont Wiechmann. "Anleger hingegen, die mit Investments in hippe Klima-Aktien ihr Geld verzocken, haben sich selbst einen Bärendienst erwiesen und dem Klima auch nicht wirklich geholfen."

Quelle: Itzehoer Aktien Club GbR (ots)


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