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Arbeitslosigkeit unter Akademikern am geringsten

Archivmeldung vom 27.02.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 27.02.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Bild: Rainer Sturm  / pixelio.de
Bild: Rainer Sturm / pixelio.de

Die Situation der Hochschulabsolventen am Arbeitsmarkt hat sich weiter verbessert. Ihre Arbeitslosenquote sank von 3,5 Prozent im Jahr 2006 auf 2,4 Prozent im Jahr 2011. Das zeigt eine am Dienstag veröffentlichte Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Auch die Arbeitslosenquote von Personen mit einer betrieblichen oder schulischen Berufsausbildung ging zurück: von 8,5 Prozent im Jahr 2006 auf 5,1 Prozent im Jahr 2011.

Besonders betroffen von Arbeitslosigkeit sind Menschen ohne Berufsabschluss. Von ihnen war 2011 fast jeder Fünfte arbeitslos. Zwar kam auch ihnen der Arbeitsmarktaufschwung zugute, denn im Jahr 2006 war dies noch jeder Vierte. Man könne aber nicht davon ausgehen, dass sich die Beschäftigungssituation dieser Gruppe grundlegend ändern wird, erklären die Autoren der IAB-Studie Brigitte Weber und Enzo Weber. Der Bedarf an geringqualifizierten Arbeitskräften werde im Trend weiterhin sinken.

Die Arbeitsmarktforscher betonen: „Bildung ist der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit. Das Arbeitslosigkeitsrisiko hängt eng mit der Qualifikation zusammen. Je niedriger sie ist, desto schlechter ist die Position auf dem Arbeitsmarkt.“

Die Studienergebnisse unterstreichen somit den Stellenwert von Aus- und Weiterbildung in der Arbeitsmarktpolitik, folgern die IAB-Forscher. Aber nicht erst im Falle von Arbeitslosigkeit, auch für Beschäftigte sei Qualifizierung entscheidend – gerade im stark gewachsenen Segment atypischer Beschäftigung wie Leiharbeit und befristeter Verträge. Das Bildungssystem sei gefordert, Arbeitslosigkeitsrisiken von vornherein zu minimieren. „Frühzeitige Förderung – vor allem im Falle besonders gefährdeter Personengruppen – ist eine Investition, die sich im Laufe der Zeit vielfach bezahlt macht“, schreiben die Forscher.

Quelle: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB) (idw)

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