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Huber: Verdi-Tarifabschluss gibt IG Metall Rückenwind

Archivmeldung vom 10.04.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.04.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Berthold Huber (2009) Bild: SPD-Schleswig-Holstein / de.wikipedia.org
Berthold Huber (2009) Bild: SPD-Schleswig-Holstein / de.wikipedia.org

IG-Metall-Chef Berthold Huber sieht den jüngsten Tarifabschluss im öffentlichen Dienst als Messlatte und Ansporn für die aktuelle Tarifrunde der Metaller. "Ich finde, Verdi hat eine gute Arbeit gemacht", sagte Huber dem "Handelsblatt". Der Abschluss im öffentlichen Dienst führe innerhalb von zwölf Monaten zu Lohnerhöhungen von 4,9 Prozent, rechnete Huber vor. "Das ist auch nach den Maßstäben der IG Metall ordentlich bis ambitioniert", urteilte der Chef der größten deutschen Gewerkschaft

Der Verdi-Tarifabschluss sieht Erhöhungen in Stufen von 3,5 Prozent und zweimal 1,4 Prozent bis Ende 2013 vor. Die Tarifverhandlungen für die 3,6 Millionen Metaller laufen seit Anfang März. Die IG Metall verlangt, wie zuvor Verdi, 6,5 Prozent mehr Geld, außerdem eine unbefristete Weiterbeschäftigung von Auszubildenden und strengere Regeln für die Zeitarbeit. Die Friedenspflicht für die Metaller, während der nicht gestreikt werden darf, läuft am 28. April ab.

Huber warnte die Arbeitgeber davor, den Erwartungsdruck zu unterschätzen. In den Belegschaften gebe es ohnehin "viel Unterstützung für unsere Forderungen", sagte er. "Das Ergebnis des öffentlichen Dienstes wirkt da zusätzlich beflügelnd." Das sei "eine Mahnung an die Metall-Arbeitgeber, nicht das Maß zu verlieren", sagte Huber und drohte indirekt mit Streik: "Wenn es sein muss, geht die IG Metall einer Auseinandersetzung nicht aus dem Weg." Entscheidend für den weiteren Verlauf der Tarifrunde sei, dass die Arbeitgeber in Kürze ein Tarifangebot mit Vorschlägen zu allen drei Forderungspunkten der IG Metall vorlegten. "Ich kann den Arbeitgebern nur raten, es mit dem Taktieren nicht zu übertreiben", warnte Huber. "Die IG Metall ist selbstbewusst in diese Verhandlungen hineingegangen, und so werden wir da auch wieder herauskommen".

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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