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Lokführer beginnen Streik bei der Bahn

Archivmeldung vom 21.04.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 21.04.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Zentrale der Deutsche Bahn in Frankfurt am Main. Bild: Deutsche Bahn
Zentrale der Deutsche Bahn in Frankfurt am Main. Bild: Deutsche Bahn

Die Lokführer der Gewerkschaft GDL haben am Dienstagnachmittag den angekündigten Streik bei der Deutschen Bahn begonnen. Betroffen ist zunächst nur der Güterverkehr, erst ab der Nacht zum Mittwoch soll auch der Personenverkehr bestreikt werden. Der Ausstand soll laut GDL im Personenverkehr bis Donnerstagabend und im Güterverkehr bis Freitagmorgen dauern.

Die Bahn veröffentlichte auf ihrer Internetseite einen Ersatzfahrplan. Im Fernverkehr werden dem Unternehmen zufolge etwa zwei Drittel der Verbindungen ausfallen, im Regionalverkehr etwa die Hälfte. Auch im Güterverkehr rechnet die Bahn mit erheblichen Beeinträchtigungen. Die GDL fordert in dem Tarifstreit unter anderem ein Lohnplus von fünf Prozent und eine Kürzung der Wochenarbeitszeit. In den vergangenen Monaten war es deshalb bereits mehrfach zu Streiks gekommen.

Unterdessen machen sich Verbraucherschützer für die Einschaltung eines Schlichters in dem Tarifkonflikt stark. "Pendler, Familien, Urlaubsreisende erneut durch einen Streik auszubremsen, geht gar nicht", sagte Klaus Müller, Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV), dem "Tagesspiegel" (Mittwochsausgabe). "Taktische Spielchen" bei GDL und Deutscher Bahn müssten ein Ende haben, fordert Deutschlands oberster Verbraucherschützer. "Ein Mediator muss endlich schlichten." Die Verlierer des Endlosstreits seien die Bahnreisenden, kritisiert Müller. "Das Verständnis der Verbraucher ist längst auf der Strecke geblieben."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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