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Gewerkschaft kündigt weitere Streiks am Frankfurter Flughafen an

Archivmeldung vom 20.02.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.02.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Terminal - und Vorfeld Positionen. Bild: Fraport AG
Terminal - und Vorfeld Positionen. Bild: Fraport AG

Die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) hat für den Beginn der Woche weitere Streiks am Frankfurter Flughafen angekündigt. "Die starre Haltung der Fraport AG lässt uns keine andere Wahl als den Arbeitskampf mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln weiterzuführen", begründete ein Sprecher der GdF die Ausweitung des Tarifstreiks auf die nächste Woche.

Von Montag 5 Uhr bis Dienstag 5 Uhr soll die Arbeit in der Verkehrszentrale, der Vorfeldkontrolle und der Vorfeldaufsicht niedergelegt werden. "Wenn der Betreiber Fraport nicht einlenkt, wird definitiv weitergestreikt", hatte der Tarifvorstand der GdF, Markus Siebers, schon vorher verkündet. Ein Fraport-Sprecher nannte das Streikverhalten rücksichtslos. Die Forderungen der GdF seien "überzogen". "Wir fordern, dass die GdF, mit der Bereitschaft auf Kompromisse einzugehen, an den Verhandlungstisch zurückkehrt", so Fraport. Im Zuge des Streiks an Deutschlands größtem Flughafen in Frankfurt waren am Freitag 301 Flüge ausgefallen.

Arbeitgeberpräsident Hundt kritisiert Streik am Frankfurter Flughafen

Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt hat den Streik der Vorfeld-Beschäftigten auf dem Frankfurter Flughafen scharf kritisiert. "Die Vorfeldlotsen missbrauchen die Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts vom Sommer 2010, mit der das Gericht den Grundsatz der Tarifeinheit aufgegeben hat", sagte der BDA-Chef der "Bild am Sonntag". Nach Ansicht Hundts "nutzen sie ihr Erpressungspotenzial, um egoistisch Lohnerhöhungen von sage und schreibe 50 bis 70 Prozent zu erpressen ". Damit würde die Friedenswirkung des Tarifvertragssystems untergraben. Hundt weiter: "Wenn der Gesetzgeber nicht bald handelt und die Tarifeinheit wiederherstellt, drohen Nachahmer."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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