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Europäisches Parlament: Verbraucherschutz bei Finanzprodukten ausgehöhlt

Archivmeldung vom 18.06.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.06.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de

Das Europäische Parlament befürchtet, dass der Verbraucherschutz bei Finanzprodukten ausgehöhlt wird. Wie aus einem der "Süddeutschen Zeitung" vorliegenden internen Entwurf des Europäischen Rats hervorgeht, wollen die Mitgliedstaaten einen entscheidenden Passus zur Kostentransparenz aus der Finanzmarktregulierung "Mifid" streichen.

"Das Europaparlament will, dass Anleger mindestens jährlich über alle Gebühren und Kosten informiert werden", sagt Sven Giegold, Berichterstatter der Grünen im Europäischen Parlament. "Es ist nicht akzeptabel, dass die Mitgliedsländer Investoren diese Informationen vorenthalten wollen. Noch kann die Bundesregierung die Interessen der Anleger in der Schlussphase der Verhandlungen durchsetzen", appelliert Giegold in Richtung Berlin.

An diesem Freitag kommen die Finanzminister zusammen. Erwartet wird, dass sie sich bei ihrem Treffen unter anderem auf eine gemeinsame Position zur "Mifid"-Richtlinie und der zugehörigen Verordnung einigen. In der Vergangenheit haben die Anbieter von Investmentfonds und anderen Finanzprodukten Anleger oft mit versteckten Kosten über den Tisch gezogen. Zwar wurden im Kleingedruckten Angaben zu den Kosten gemacht, dargestellt wurden sie aber meist nur anhand komplizierter Prozentzahlen, die für den Anleger kaum zu durchschauen war. Deswegen fordert das Parlament, dass die Kosten in Eurobeträgen offengelegt werden müssen. Doch im aktuellen Entwurf des Rates sind die Details zur Art und Weise, wie die Kosten transparent gemacht werden sollen, gestrichen.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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