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Immobilien-Kompass zeigt wieder Preisanstieg am Wohnmarkt

Archivmeldung vom 20.04.2024

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.04.2024 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Mary Smith
Kompass (Symbolbild)
Kompass (Symbolbild)

Bild: Wikipedia.de

Der große Preisrückgang am Immobilienmarkt scheint vorbei zu sein. "Der Markt hat eine Phase der Bodenbildung erreicht", sagte Immobilienökonom Michael Voigtländer vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) dem Wirtschaftsmagazin Capital. Im letzten Jahr sanken die Preise noch auf breiter Front, weil sich die Käufer in einer "Schockstarre" befanden, so Voigtländer.

Die letzten beiden Quartale zeigten aber deutlich: "Die Preise ziehen wieder an." Zur Jahresmitte werde dieser Trend zulegen, prognostizieren auch Baufinanzierer. Um rund 10 bis 15 Prozent gaben die Wohnimmobilienpreise über alle Baujahre im Durchschnitt seit dem Markthöchststand von 2022 nach, so belegen auch die Daten des IIB-Instituts, das für den Immobilienkompass des Wirtschaftsmagazins Capital die Preise in 40 deutschen Städten ausgewertet hat. Schon seit einer Weile lässt sich beobachten: Käufer und Verkäufer werden sich wieder häufiger ohne größere Preisabschläge einig, bestätigte Gesa Crockford, Geschäftsführerin der Vermittlungsplattform Immoscout24: "Die Schere zwischen Angebots- und Transaktionspreisen schließt sich jetzt wieder." Stark gestiegen sind dagegen die Mieten: "Die hohen Zinsen und Kaufkosten haben eine deutliche Verschiebung vom Kauf- zum Mietmarkt ausgelöst", sagte Daniel Ritter, Geschäftsführer beim Immobilienmakler Von Poll Immobilien. 

Bereits seit Jahren mangelt es in den Metropolen an Wohnungen, zudem kam der Neubau zuletzt zum Erliegen. "Durch die zusätzliche Nachfrage ist der Druck noch einmal deutlich gestiegen." In den sieben großen Metropolen legten die Mieten am deutlichsten zu, allein 2023 um rund neun Prozent. "Hohe Mieten aber motivieren die Leute, sich doch wieder nach Wohneigentum umzusehen", sagte Voigtländer. Zumal zuletzt vor allem Bestandshäuser mit schlechterer Energieeffizienz mit größeren Preisabschlägen lockten, doch auch hier finde der Markt allmählich sein Niveau, beobachtet der Ökonom: "Wir sehen jedenfalls nicht, dass diese alten Gebäude mit hohem Verbrauch immer weiter an Wert verlieren." Der Capital-Immobilienkompass 2024 beziffert die Preisentwicklung der vergangenen zwölf Monate und gibt Prognosen fürs Folgejahr ab. Gemeinsam mit dem IIB-Institut analysiert Capital jährlich die Marktentwicklung in den 40 wichtigsten Städten des Landes sowie detaillierte Haus- und Wohnungspreise samt Miethöhen für zehn deutsche Metropolen. Grundlage sind die geforderten Kauf- und Mietpreise auf allen relevanten Online-Immobilien-Portalen sowie die Angebote von Projektentwicklern.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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