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Coronavirus: Lufthansa-Chef will Aussetzung von Slot-Regel

Archivmeldung vom 06.03.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 06.03.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Bild: Rainer Sturm  / pixelio.de
Bild: Rainer Sturm / pixelio.de

Lufthansa-Chef Carsten Spohr hat wegen der Flugstreichungen in Folge des Coronavirus die Aussetzung einer Regel, die zum Verlust von Start- und Landerechten führen kann, gefordert. "Corona trifft die ganze Luftfahrtindustrie", sagte Spohr dem "Spiegel".

Dies seien "außergewöhnliche Umstände, auf die wir unsere Flugpläne hin anpassen müssen. Wir brauchen deshalb eine gezielte Aussetzung der aktuellen Slot-Regelung, damit Fluggesellschaften nicht gezwungen werden, mit leeren Flugzeugen zu fliegen, nur um die Start- und Landerechte zu erhalten", so der Lufthansa-Chef weiter. "Das wäre ökologisch und ökonomisch sinnlos", sagte Spohr. Lufthansa gehört - wie auch andere Airlines - zu den wirtschaftlich vom Coronavirus besonders hart getroffenen Unternehmen. Deutschlands größte Fluglinie hat ihr Flugprogramm bereits kräftig zusammengestrichen und 150 Maschinen, 20 Prozent ihrer Flotte, aus dem Verkehr gezogen. Wird eine Strecke nicht mehr regelmäßig bedient, könnten nach bisheriger Regelung Verkehrsrechte an stark frequentierten Flughäfen verloren gehen.

Lufthansa halbiert Flugangebot - Aktienkurs geht durch die Decke

Die Lufthansa reduziert ihr Flugangebot in den kommenden Wochen um bis zu 50 Prozent. Das teilte der Konzern am Freitag mit. Die Lufthansa Group sei in den letzten Tagen "drastischen Buchungsrückgängen und zahlreichen Flugstornierungen infolge der Ausbreitung des COVID-19 Virus ausgesetzt" gewesen, hieß es wörtlich in der Ad-hoc-Mitteilung. Mittlerweile seien davon alle Verkehrsgebiete betroffen. Der Vorstand der Deutsche Lufthansa AG habe deshalb am Freitag entschieden, die angebotene Flugkapazität noch stärker als bislang geplant zu verringern. "Die Maßnahme dient dazu, die finanziellen Folgen des Nachfrageeinbruchs zu verringern. Sie ergänzt die geplanten Sparmaßnahmen im Personalbereich, bei Sachkosten und Projektbudgets sowie weitere Liquiditätsmaßnahmen", so die Lufthansa. Kurz nach Veröffentlichung der Ad-hoc-Mitteilung sprang der Aktienkurs der Lufthansa um rund sechs Prozent nach oben. Bereits am Donnerstag war bekannt geworden, dass die Lufthansa-Gruppe rund 7.100 Europa-Flüge im März absagen will. Da war noch die Rede von einer Kapazitätsreduktion von bis zu 25 Prozent.

Bericht: Bahn stellt deutlichen Buchungsrückgang fest

Die Deutsche Bahn hat in den vergangenen Tagen auf vielen Strecken einen deutlichen Rückgang von Fahrgast- und Buchungszahlen festgestellt. Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Samstagsausgabe). Dabei habe die Deutsche Bahn noch im Januar nach der Senkung der Mehrwertsteuer für Zugfahrten rund 11 Prozent mehr Reisende als im Vorjahreszeitraum registriert. Der Rückgang werde unter anderem mit der Absage von Großveranstaltungen wie der Tourismusmesse ITB in München erklärt, aber auch mit den "Travel ban" genannten Reisebeschränkungen in vielen Großunternehmen, die zu einer spürbaren Verringerung der Zahl der Geschäftsreisenden in Flugzeugen und Zügen führen, berichtet die Zeitung weiter.

Dies habe offenbar zur Folge, dass Bahnkunden zumindest auf bestimmten Strecken auch kurz vor der Abreise noch an günstige Bahnfahrkarten kämen, die sie sonst nur bei entsprechend vorausschauender Buchung erwerben konnten. Ein Beispiel sei zuletzt offenbar die Strecke München-Frankfurt gewesen, aber auch andere wichtige Achsen sollen betroffen sein. "Sollte es temporär zu einem Nachfragerückgang kommen, stehen die günstigen Einstiegspreise teilweise auch noch bis kurz vor dem Reisetag zur Verfügung", sagte ein Bahn-Sprecher der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" auf Anfrage. Wie andere Unternehmen auch hat die Bahn einen Krisenstab eingerichtet und Vorkehrungen und Informationen für die Mitarbeiter der unterschiedlichen Berufsgruppen entwickelt. Zudem wurde eine Corona-Hotline eingerichtet und eine häufigere Reinigung der Züge angeordnet.

Quelle: dts Nachrichtenagentur


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