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Günstige Mineralölprodukte halten Inflationsrate niedrig

Archivmeldung vom 11.09.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 11.09.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Behördenschild des StatistischesnBundesamtes. Bild: Kandschwar / wikipedia.org
Behördenschild des StatistischesnBundesamtes. Bild: Kandschwar / wikipedia.org

Die Verbraucherpreise in Deutschland lagen im August 2015 um 0,2 % höher als im August 2014. Im Vergleich zum Juli 2015 war der Verbraucherpreisindex im August 2015 unverändert. Damit bleibt die Inflationsrate - gemessen am Verbraucherpreisindex - auf niedrigem Niveau. Niedrigere Teuerungsraten als im August 2015 waren in diesem Jahr im Februar mit + 0,1 % und im Januar mit - 0,3 % ermittelt worden. Das Statistische Bundesamt (Destatis) bestätigt damit seine vorläufigen Gesamtergebnisse vom 28. August 2015.

Die niedrige Inflationsrate im August 2015 war maßgeblich auf weiterhin gesunkene Energiepreise (- 7,6 % gegenüber August 2014) zurückzuführen. Im Vergleich zu den letzten Monaten hat sich der Rückgang bei den Energiepreisen erneut verstärkt. Der weiterhin fallende Weltmarktpreis für Rohöl wirkte sich vor allem auf die Preisentwicklung bei leichtem Heizöl (- 27,6 %) und Kraftstoffen (- 9,5 %) aus. Auch die Preise für andere Energieprodukte lagen unter dem Vorjahresniveau (zum Beispiel Umlagen für Zentralheizung und Fernwärme: - 6,5 %; Strom: - 1,0 %). Ohne Berücksichtigung der Energiepreise wäre die Inflationsrate im August 2015 mit + 1,1 % deutlich höher ausgefallen.

Die Preise für Nahrungsmittel lagen im August 2015 um 0,8 % höher als im August 2014. Teurer als ein Jahr zuvor waren vor allem Gemüse (+ 9,3 %, darunter Kartoffeln: + 22,7 %) und Obst (+ 6,6 %). Weitere Preiserhöhungen gab es unter anderem bei Fisch und Fischwaren (+ 2,4 %) sowie Süßwaren (+ 1,7 %). Hingegen mussten die Verbraucher für Molkereiprodukte (- 6,9 %) sowie Speisefette und Speiseöle (- 7,0 %, darunter Butter: - 12,5 %) gegenüber August 2014 deutlich weniger bezahlen.

Die Preise für Waren insgesamt sanken im August 2015 im Vergleich zum August 2014 um 0,9 %, insbesondere durch den Preisrückgang der Energie. Zudem verbilligten sich Telefone (- 4,2 %) und Geräte der Unterhaltungselektronik (- 4,3 %). Demgegenüber verteuerten sich neben Nahrungsmitteln insgesamt einige Waren deutlich, zum Beispiel Zeitungen und Zeitschriften (+ 6,0 %), Tabakwaren (+ 5,6 %) sowie Kaffee, Tee, Kakao (+ 3,7 %).

Gemessen an der Gesamtteuerung erhöhten sich im August 2015 die Preise für Dienstleistungen insgesamt im Vergleich zum August 2014 mit + 1,2 % überdurchschnittlich. Diese Preisentwicklung wurde weiterhin maßgeblich durch die Erhöhung bei Nettokaltmieten bestimmt (+ 1,1 %). Daneben verteuerten sich zum Beispiel die Personenbeförderung im Straßenverkehr (davon Taxifahrt: + 13,4 %), Friseurleistungen und andere Dienstleistungen für Körperpflege (+ 3,4 %) sowie Verpflegungsdienstleistungen in Restaurants, Cafés und Straßenverkauf (+ 3,0 %). Günstiger wurden hingegen insbesondere Flugtickets (- 4,5 %) und andere Dienstleistungen (- 6,2 %). Letzteres war im Wesentlichen bedingt durch die am 1. Juni 2015 in Kraft getretene Gesetzesänderung zur Regelung der Wohnungsvermittlung (Bestellerprinzip).

Veränderung im August 2015 gegenüber dem Vormonat Juli 2015 Im Vergleich zum Vormonat Juli 2015 blieben die Verbraucherpreise insgesamt im August 2015 unverändert. Preiserhöhungen im Monatsvergleich weisen vor allem Bekleidungsartikel auf (+ 4,2 %), insbesondere aufgrund der allmählichen Umstellung auf die Herbst-/Winterkollektion.

Aus Verbrauchersicht etwas günstiger entwickelten sich die Preise für Nahrungsmittel insgesamt (- 0,3 %). Hier verbilligte sich vor allem Speisefette und Speiseöle (- 2,3 %, darunter Butter: - 3,4%) sowie Gemüse (- 0,8 %, darunter Kartoffeln: - 6,8 %). Trotz der Sommerferien gingen zudem die Preise für Kraftstoffe spürbar zurück (- 4,2 %, darunter Superbenzin: - 4,1 %, Dieselkraftstoff: - 4,3 %). Auch leichtes Heizöl wurde deutlich günstiger (- 6,2 %).

Harmonisierter Verbraucherpreisindex für Deutschland Der für europäische Zwecke berechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) für Deutschland lag im August 2015 um 0,1 % über dem Stand von August 2014. Die Veränderungsrate zum Vorjahresmonat verweilt damit den dritten Monat in Folge auf dem gleichen Niveau (Juli und Juni 2015: jeweils + 0,1 %). Im Vergleich zum Vormonat Juli 2015 blieb der Index im August 2015 unverändert. Die vorläufigen Ergebnisse für den HVPI vom 28. August 2015 wurden damit bestätigt.

Quelle: Statistisches Bundesamt (ots)

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