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Steuereinsparung im Sicherheitsgewerbe

Archivmeldung vom 05.05.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 05.05.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Private Security (Symbolbild)
Private Security (Symbolbild)

Bild: Eigenes Werk /OTT

Der rasant wachsende Markt für private Wach- und Sicherheitsdienste lädt offenbar zum Betrug am Fiskus ein. Hessische Steuerfahnder stoßen in der Boom-Branche – rund acht Milliarden Euro Jahresumsatz – auf eine Betrugsmasche, die an die berüchtigten Umsatzsteuerkarusselle erinnert. Aufträge, sei es zur Bewachung von Klubs, Volksfesten oder Flüchtlingsunterkünften, werden danach von Sicherheitsfirmen häufig an eine unüberschaubare Kette von hintereinandergeschalteten Subunternehmen weitergeleitet, schreibt der "Spiegel".

Am Ende der Kette stellt ein Unternehmer eine fingierte Rechnung mit dem Steuerbetrag für die erbrachte Dienstleistung aus, führt die Steuer jedoch nicht an den Fiskus ab. Für das Finanzamt seien die letzten Glieder der verschachtelten Kette oft nicht mehr greifbar, klagen Fahnder. Hessens Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) fordert jetzt in einem Brief an Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) sowie an seine Länderkollegen Maßnahmen gegen das Betrugsmodell. Denkbar sind Verfahren, die bei Umsatzsteuerkartellen oder auch in der Baubranche Erfolg zeigen. Durch eine Rechtsänderung könnte grundsätzlich der Leistungsempfänger oder der erste Auftragnehmer für die Steuerschuld verantwortlich gemacht werden.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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