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Uber beklagt bürokratische Regeln in Deutschland als "zu streng"

Archivmeldung vom 04.12.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 04.12.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Müde, überarbeitet, erschöpft und gestresst durch Bürokratie
Müde, überarbeitet, erschöpft und gestresst durch Bürokratie

Bild: Eigenes Werk /OTT

Uber-Europa-Chef Pierre-Dimitri Gore-Coty hält die Rahmenbedingungen in Deutschland für neue Mobilitätsdienstleister für zu streng. Deutschland habe "noch viele Gesetze und Vorschriften, die aus den 60er-Jahren und teilweise sogar noch aus den 30er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts stammen", sagte der 33-Jährige dem "Handelsblatt".

"Da sehen wir schon Spielraum für Neuerungen, die den heutigen technischen Gegebenheiten Rechnung tragen", so der Manager, der für das Geschäft von Uber in Europa, dem Mittleren Osten und Afrika (EMEA) verantwortlich ist. In Deutschland gebe es zum Beispiel noch die Pflicht, für jeden Chauffeursdienst nach der Fahrt zum Betriebssitz zurückzukehren. "Und Sammelfahrten sind verboten. Diese würden die Straßen aber enorm entlasten", sagte Gore-Coty. "Und schließlich sind die Hürden, einen Personenbeförderungsschein zu bekommen, sehr hoch in Deutschland", klagte der Franzose. Deutschland sei ein strategischer Markt für Uber. Vielleicht schon im kommenden Jahr könnte das Angebot auf Frankfurt und Städte in Nordrhein-Westfalen ausgedehnt werden.

Zurzeit bietet das US-Unternehmen seine Dienste nur in München und Berlin an. Das Problem sei, dass es an qualifizierten Fahrern mangele, "da es schwierig ist, die erforderlichen Lizenzen zu erhalten", so Gore-Coty. Bezüglich des vertuschten Datenskandals räumte er Fehler ein. "Ich denke, die Vergangenheit war vor allem vom Willen geprägt, schnell groß zu werden. Das war Wachstum fast um jeden Preis. Da haben wir eine Menge Fehler gemacht", sagte er dem "Handelsblatt". In Zukunft wollte das Unternehmen eine "partnerschaftliche Rolle" einnehmen - mit Autoherstellern, mit Behörden und öffentlichen Transportunternehmen.

Er persönlich könne nicht ausschließen, dass es noch weitere vertuschte Fälle von Datendiebstahl bei Uber gegeben hat, "weil ich darüber zu wenig weiß", betonte Gore-Coty. Er wisse, dass es Zeit brauche, das Vertrauen in Uber wieder aufzubauen. "Wir können nicht erwarten, dass alle überall unseren Wandel verstehen", sagte Gore-Coty dem Blatt weiter. Aber der neue Chef Dara Khosrowshahi "setzt wirklich sehr viel daran, bei Uber eine neue Kultur zu verankern, die auf Integrität, Glaubwürdigkeit und Respekt beruht".

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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