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IWH-Chef kritisiert Personalpolitik der EZB

Archivmeldung vom 04.01.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 04.01.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Herbert Walter Krick  / pixelio.de
Bild: Herbert Walter Krick / pixelio.de

Der Vorstand des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), Oliver Holtemöller, hat nach der Niederlage von Jörg Asmussen bei der Wahl zum Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank (EZB) die Personalpolitik der Bank kritisiert. Bei der Besetzung von EZB-Spitzenposten werde zu stark nach Nationalitäten entschieden, sagte Holtemöller der "Bild"-Zeitung. "Nationalitäten sollten bei der Auswahl von Posten in der EZB überhaupt keine Rolle spielen", so der IWH-Chef.

Holtemöller forderte EZB-Banker und Politiker auf, führende Positionen künftig nur mit den "am besten dafür geeigneten Kandidaten" zu besetzen. "Entscheidend dürfen nur Qualität und Kompetenz sein", erklärte Holtemöller.

FDP bedauert EZB-Entscheidung

Die Vorsitzende des Finanzausschusses des Bundestages, Birgit Reinemund (FDP), bedauerte die Entscheidung über den neuen Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank (EZB). "Schade, dass Deutschland nicht den Posten des Chefvolkswirts bekommen hat", sagte Reinemund dem "Handelsblatt". Die Entscheidung des EZB-Direkoriums habe sie "überrascht". "Vielleicht wäre ein anderer deutscher Kandidat besser zu vermitteln gewesen", so Reinemund. Trotzdem sei die Entscheidung der EZB keine Schlappe für Bundeskanzlerin Angela Merkel. "Die fachliche Expertise des Belgiers Peter Praet ist ausgezeichnet."

Das EZB-Direktorium hatte am Dienstag überraschend Praet zum Nachfolger von Jürgen Stark gekürt. Zuvor waren dem Deutschen Jörg Asmussen sowie dem Franzosen Benoît Coeuré große Chancen auf den Posten eingeräumt worden.

Schäuble: EZB für Herausforderungen gut gerüstet

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sieht die Europäische Zentralbank (EZB) nach der Ernennung des Belgiers Peter Praet zum EZB-Chefvolkswirt als gut gerüstet für die Zukunft an. "Der neue Aufgabenzuschnitt im Direktorium der EZB ist eine ausbalancierte Entscheidung", sagte Schäuble am Dienstag in Berlin. Personell sei die EZB für anstehende Herausforderungen gut aufgestellt. Der Bundesfinanzminister zeigte sich überzeugt, dass sich die neuen und alten Mitglieder des Gremiums mit höchstem Engagement für die Aufgaben und Ziele der EZB einsetzten. Der Wirtschaftswissenschaftler Praet war bislang Direktor der belgischen Nationalbank und ist seit Juni vergangenen Jahres Mitglied im EZB-Direktorium.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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