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Studie: DAX-Chefkontrolleure werden kaum wahrgenommen

Archivmeldung vom 04.02.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 04.02.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Frankfurter Börse: Innenansicht mit Blick auf die DAX-Kurstafel
Frankfurter Börse: Innenansicht mit Blick auf die DAX-Kurstafel

Foto: Dontworry
Lizenz: CC-BY-SA-3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Nur wenigen deutschen Aufsichtsratsvorsitzenden der großen deutschen Konzerne gelingt es, von ihrer Arbeit in den Medien ein positives Bild zu vermitteln. Das ist das Ergebnis einer Studie der Unternehmensberatung Media-Tenor, wie die "Welt" berichtet. Demnach gelang es 2013 mit Hasso Plattner von SAP, Ferdinand Piech von VW und Paul Achleitner von der Deutschen Bank lediglich drei DAX-Chefkontrolleuren auf eine nennenswerte Zahl an Medienberichten mit einem überwiegend positiven Image zu kommen.

Bis heute halten sich die Aufsichtsratsvorsitzenden der DAX-Konzerne in der Öffentlichkeit zurück: Die meisten Chefkontrolleure agieren unter der Wahrnehmungsschwelle und überlassen vor allem ihren Vorständen die Kommunikation mit der Öffentlichkeit, heißt es in dem Bericht. Im Krisenfall, wenn die Aufsichtsräte einschreiten müssen, fehlt dann aber der nötige Vertrauensvorschuss, um glaubwürdig im Sinne des Unternehmens kommunizieren zu können, sagte Roland Schatz von Media-Tenor. "Im Prinzip machen die Aufsichtsräte der börsennotierten Unternehmen noch immer ihren Job so, als seien sie Beiräte eines Familien-Unternehmens." Das werde aber den komplexen Aufgaben nicht gerecht. "Aufsichtsratsvorsitzende lassen ständig Möglichkeiten aus, Positionen zu beziehen. Ob bei der Energiewende oder der Gehälterdebatte: Der Schaden der Unternehmen wäre bei nachhaltiger Kommunikation deutlich geringer", sagte Schatz.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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