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Eon-Chef kündigt Stellenabbau an - vor allem in Essen

Archivmeldung vom 31.12.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 31.12.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Hauptverwaltung E.ON Ruhrgas in Essen-Rüttenscheid. Bild: Wiki05 / de.wikipedia.org
Hauptverwaltung E.ON Ruhrgas in Essen-Rüttenscheid. Bild: Wiki05 / de.wikipedia.org

Der Energiekonzern Eon will zahlreiche Arbeitsplätze in der Verwaltung abbauen. "Eon wird dezentraler. Das heißt, dass vor allem in der zentralen Verwaltung Stellen wegfallen", sagte Eon-Chef Johannes Teyssen der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post". "Naturgemäß ist auch Essen als Konzernsitz betroffen, wo wir derzeit rund 600 Mitarbeiter in Zentralfunktionen haben." Insgesamt hat Eon in Essen 2000 Mitarbeiter. "Wir prüfen aber auch, wo Tochterunternehmen und Shared-Service-Center effizienter werden können."

Der Abbau erfolgt im Rahmen des Sparprogramms "Phoenix", mit dem Eon 400 Millionen Euro sparen will. "Nach früheren Erfahrungen entfallen bei Effizienzprogrammen dieser Art meist 50 Prozent der Einsparungen auf Personal- und 50 Prozent auf Sachkosten. So könnte es auch bei ,Phoenix' sein", sagte Teyssen. Das Ausmaß des Stellenabbaus werde gerade ermittelt.

Auf die Frage, ob er betriebsbedingte Kündigungen ausschließe, sagte Teyssen: "Wie immer in solchen Fällen bemüht sich Eon um sozialverträgliche Lösungen. Das haben wir dem Betriebsrat auch bereits zugesagt. Ich bin zuversichtlich, 2017 faire Lösungen zu finden, zumal unsere Transfergesellschaft weiter läuft."

Auch der Konkurrent Innogy schließt Stellenabbau nicht aus: "In 2017 werden in Folge der Innogy-Gründung diverse kleinere Organisationsoptimierungen erforderlich sein. Aktuell sehen wir keine Notwendigkeit für ein Stellenabbauprogramm. Wir können das aber mit Blick in die Zukunft nicht ausschließen", sagte Innogy-Sprecher Alexander Stechert-Mayerhöfer der Redaktion.

Quelle: Rheinische Post (ots)

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