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Hamburg: Eltern müssen Tausende Euro für Kitas nachzahlen

Archivmeldung vom 23.04.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.04.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Bild: Q.pictures / pixelio.de
Bild: Q.pictures / pixelio.de

Für die Kita-Betreuung ihrer Kinder sollen zahlreiche Hamburger rückwirkend Tausende Euro an Elternbeiträgen nachzahlen. Die Sozialbehörde der Hansestadt habe in den vergangenen Wochen entsprechende Briefe an die Familien verschickt, berichtet die Wochenzeitung "Die Zeit" in ihrer Hamburg-Ausgabe.

In einem Fall verlangt die Behörde demnach nachträglich 6.000 Euro für die Kita-Betreuung eines Kindes, rückwirkend bis zum Jahr 2010. Betroffen seien Freiberufler und Selbstständige, deren endgültige Kita-Gebühren erst berechnet werden, nachdem sie ihren Steuerbescheid eingereicht haben. Die Behörde habe es jedoch über Jahre versäumt, die genauen Gebühren schnell zu berechnen, und stelle erst jetzt hohe Nachforderungen, berichtet die Wochenzeitung weiter.

Das Geld sollen die betroffenen Kitas selbst eintreiben, was Fachleute scharf kritisieren: "Die Stadt bürdet das Inkassorisiko den Kindergärten auf", sagte Sabine Kümmerle, Geschäftsführerin des Wohlfahrtsverbandes Soal, in dem rund 200 Hamburger Kitas organisiert sind. "Für die ist das mitunter eine Katastrophe." Einer Umfrage zufolge entgehen den Hamburger Kitas jährlich mehr als 1,6 Millionen Euro, weil sie säumige Elternbeiträge nicht eintreiben können.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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