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Zeitung: Opel-Chef schreibt an Mitarbeiter

Archivmeldung vom 08.02.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 08.02.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Opel Zentrale in Rüsselsheim Bild: de.wikipedia
Opel Zentrale in Rüsselsheim Bild: de.wikipedia

Opel-Vorstandschef Karl-Friedrich Stracke hat sich nach der Berichterstattung des "Wall Street Journal" über anstehende Einschnitte bei Opel per Mail an die Mitarbeiter gewandt. In der internen E-Mail von 8.18 Uhr, die den Zeitungen der Essener WAZ Mediengruppe vorliegt, spricht Stracke davon, "dass es bis jetzt keinerlei Entscheidungen gibt, wonach Werke geschlossen, Stellen abgebaut oder Produktionsvolumen verlagert werden sollen".

Der Bochumer Opel-Betriebsrat Rainer Einenkel kritisierte gegenüber den WAZ-Zeitungen die Formulierung "bis jetzt" als uneindeutig. Stracke spricht in der E-Mail davon, dass "wir zweifellos gewisse Probleme lösen müssen". Zu den Maßnahmen, Opel langfristig profitabel zu machen, gehöre die Optimierung der Kostenstruktur durch Ausnutzen der Möglichkeiten von Opel als Teil des weltweiten General-Motors-Verbunds.

Bochumer Opel-Betriebsrat nennt Gerüchte geschäftsschädigend

Der Bochumer Opel-Betriebsratschef Rainer Einenkel hat verärgert auf die neuen Spekulationen über das Ruhrgebietswerk reagiert. "Diese Gerüchte werden immer wieder in die Welt gesetzt. Das brauchen wir nicht, wir brauchen Ruhe, um gute Autos zu bauen", sagte Einenkel im Gespräch mit den Zeitungen der Essener WAZ-Mediengruppe (Donnerstagausgabe). Einenkel fügte hinzu: "Es ist schon die Frage, wer da bewusst Geschäftsschädigung betreibt. Es gibt ganz klare Verträge mit General Motors, die alle Werke in Europa absichern. Wir erwarten, dass sich GM auch daran hält."

Ein Opel-Sprecher erklärte auf Anfrage der WAZ-Zeitungen, die Euro- und Finanzkrise habe große Auswirkungen auf die Automobilindustrie in Europa. "Opel muss in schwierigen Zeiten profitabel arbeiten." Daher gebe es Gespräche zwischen dem Management und den Arbeitnehmervertretern über das weitere Vorgehen. "Management und Arbeitnehmervertreter führen Gespräche, um die Situation zu verbessern, sowohl auf der Einnahmen- als auch auf der Kostenseite", sagte der Opel-Sprecher. Auf die Frage, ob es zutreffe, dass Schließungspläne für das Bochumer Werk existieren, antwortete der Opel-Sprecher: "Dazu möchten wir nicht Stellung nehmen."

Quelle: Westdeutsche Allgemeine Zeitung (ots)

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