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Steuer auf Wettbüros stößt auf Widerstand

Archivmeldung vom 15.08.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 15.08.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Wettbüro in Witten
Wettbüro in Witten

Lizenz: CC0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die neue Steuer auf Wettbüros der Stadt Hagen stößt laut eines Berichts der F.A.Z. nicht nur auf Nachahmer, sondern auch auf Widerstand. "Ich bezweifle ganz ausdrücklich, dass die Kommunen eine Lenkungswirkung erzielen wollen und gehe davon aus, dass es darum geht, Einnahmen zu erzielen", sagte Heinz Wirz, Vorsitzender vom Bund der Steuerzahler in Nordrhein-Westfalen, der F.A.Z.

Die Vereinigung lehnt Bagatellabgaben wie die Wettbüroabgabe grundsätzlich ab. Die Einnahmen seien in der Regel so niedrig, dass sie nicht nennenswert zum Schuldenabbau beitragen. "Es kommt sogar vor, dass die Erhebung der Steuer die Einnahmen so erheblich verringert, dass Aufwand und Nutzen in keinem Verhältnis mehr stehen", sagte Wirz weiter. Der Bund der Steuerzahler hält die Abgabe nicht für sinnvoll. "Es ist damit zu rechnen, dass die Betreiber der Wettbüros ihre Mehrkosten auf ihr Geschäft umlegen und so an ihre Kunden weitergeben", sagte Wirz. Das Argument, mit der Steuer die Spielsucht einzudämmen, erscheine dünn, da staatlich lizenzierte Lottoannahmestellen keine Wettbürosteuer zahlen. Die Stadt Hagen hat die Steuer diesen Monat eingeführt, seitdem prüfen viele andere Städte ebenfalls eine Steuer auf Wettbüros.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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