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Kaufland kritisiert geplante EU-Handelsrichtlinie

Archivmeldung vom 11.10.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 11.10.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
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Die Handelskette Kaufland will einen Passus in der geplanten EU-Richtlinie gegen unfaire Handelspraktiken verhindern. Laut Kaufland würde dieser es Händlern verbieten, von Lieferanten höhere Umwelt- und Tierwohlstandards einzufordern als die gesetzlichen Mindestbedingungen, berichtet die "Heilbronner Stimme". "Man darf Tier- und Umweltschutz nicht dermaßen reglementieren", sagte Kaufland-Einkaufsvorstand Frank Hirnschal der Zeitung. "Unternehmen, die höhere Standards einfordern, um Tiere artgerechter halten zu können, sollten nicht per Verbot daran gehindert werden."

Nach eigenen Erfahrungen würden beide Partner davon profitieren, so Hirnschal, denn die beteiligten Betriebe würden höhere Vergütungen und durch die Zusammenarbeit auch eine hohe Planungssicherheit erhalten. Initiativen des Unternehmens für mehr Tierwohl wären nach dem Gesetzesentwurf "wahrscheinlich niemals zustande gekommen", so der Ressort-Chef weiter. Die Handel skette, die zur Neckarsulmer Schwarz-Gruppe gehört, hatte unter anderem festgelegt, dass Kaninchen von Lieferanten der Handelskette nicht in Käfigen gehalten werden dürfen. Kaufland betreibt in der EU rund 1.270 Filialen, davon etwa 660 in Deutschland.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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