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Bayer-Aufsichtsrat Hoffmann rechnet bei Glyphosat-Klagen nicht mit schnellen Vergleichen

Archivmeldung vom 20.07.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 20.07.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Bild: Wizard Media, on Flickr CC BY-SA 2.0
Bild: Wizard Media, on Flickr CC BY-SA 2.0

Reiner Hoffmann, Chef des Deutschen Gewerkschaftsbunds und Aufsichtsrat bei Bayer, rechnet nicht mit schnellen Vergleichen bei den Glyphosat-Klagen.

"Bayer bleibt dabei, dass Glyphosat bei sachgerechter Anwendung sicher ist, und wird deshalb weiter in Berufung gehen. Wenn sich später die Frage von Vergleichen stellt, wird dies der Vorstand in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat entscheiden", sagte Hoffmann der Düsseldorfer "Rheinischen Post". Zugleich geht Hoffmann davon aus, dass Bayer-Chef Werner Baumann trotz der Krise bleiben kann.

"Er ist hartnäckig. Die Mehrheit der Hauptversammlung hat den Vorstand zwar nicht entlastet, aber viele Investoren haben betont, dass sie keinen Wechsel wollen. Auch der Aufsichtsrat hat sich einstimmig hinter Baumann gestellt. Ein Chefwechsel würde nichts bringen. Das Wichtigste für Bayer ist es, das Glyphosat-Problem zu lösen und wieder mehr Pharma-Innovationen zu entwickeln." Zugleich verteidigte Hoffmann den Monsanto-Deal: "Strategisch ist und bleibt die Übernahme richtig, Monsanto bietet große Chancen im Zukunftsgeschäft Digital Farming. Vor der Übernahme haben wir im Aufsichtsrat natürlich das schlechte Image von Monsanto in Europa diskutiert. Dass aus den Glyphosat-Klagen, die es damals gab, so ein Problem würden, war nicht abzusehen."

Quelle: Rheinische Post (ots)

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