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Aufkäufer von Prokon-Genussrechten bieten Anlegern fast nichts

Archivmeldung vom 22.02.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.02.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
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Während die Windparks des in Finanznot geratenen Ökostromkonzerns Prokon Investoren aus dem Ruhrgebiet locken, schwindet nach einem Bericht des Wall Street Journal Deutschland das Interesse professioneller Aufkäufer an den Genussrechten des Unternehmens: Der Chef des Fondsunternehmens Exchange Investors, Frank Scheunert, stellte im Gespräch mit dem Wall Street Journal Deutschland in Aussicht, die Papiere nur zu einem Preis „knapp über null Prozent“ des Nennwerts zu übernehmen. Es sehe derzeit so aus, als würde nur ein solches Angebot wirtschaftlich Sinn machen, sagte er.

Scheunert hatte den rund 75.000 Prokon-Genussrechtsinhabern kurz nach der Insolvenzanmeldung des Unternehmens Ende Januar die Übernahme ihrer Papiere angeboten und damit Hoffnung auf einen Markt für die nicht börsengehandelten Genussrechte geweckt.

Bislang ist offen, ob auf das vorläufige Insolvenzverfahren über Prokon ein reguläres folgt. In jedem Fall aber dürften Teile des Prokon-Konzerns den Eigentümer wechseln: Unternehmenschef Carsten Rodbertus hatte kurz nach der Insolvenzanmeldung angekündigt, Windparks zum Verkauf zu stellen. Nun signalisieren ausgerechnet Unternehmen Interesse an den Anlagen, die bislang vor allem mit der konventionellen Energieerzeugung in Verbindung gebracht werden, darunter der Kraftwerksbetreiber Steag und die RAG-Stiftung.

Prokon-Windparks seien interessante Anlagen, zitierte das Wall Street Journal Deutschland eine Steag-Sprecherin. Der Vorstandschef der RAG-Stiftung, Werner Müller, hatte schon am Donnerstag vor Mitgliedern der Wirtschaftspublizistischen Vereinigung Nordrhein-Westfalen Interesse an Prokon-Anlagen signalisiert und von entsprechenden Prüfungen berichtet. Müller sprach dabei auch von einer möglichen Zusammenarbeit mit Steag.

Link zum Artikel: http://www.wsj.de/article/SB10001424052702303775504579397040071972588.html

Quelle: Wall Street Journal Deutschland

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