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Ford in Köln verliert weltweite Kernkompetenz in der Fahrwerksentwicklung an US-Konzernmutter

Archivmeldung vom 09.07.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 09.07.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Logo der Ford Motor Company
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Köln. Der US-Autobauer Ford verlagert im Zuge seiner umfassenden Umstrukturierung in Europa Kompetenzen aus Europa in die USA. Nach Informationen des "Kölner Stadt-Anzeiger" wird die Federführung in der Fahrwerksentwicklung künftig nicht mehr bei Ford in Europa liegen, sondern beim US-Mutterkonzern angesiedelt sein.

Damit verliert Ford auf dem Kontinent eine der letzten verbliebenen Kernkompetenzen in der weltweiten Konzernstruktur. Im Entwicklungszentrum in Köln-Merkenich wird seit 2008 Fahrwerkstechnologie für Ford-Modelle weltweit entwickelt. Die Mitarbeiter dort werden auch weiterhin in dem Bereich arbeiten, allerdings unter amerikanischer Leitung. Zu geplanten Stellenstreichungen gab es von Seiten des Unternehmens zwar keine Angaben. Laut eines internen Organigramms wurde aber bereits eine gesamte Management-Ebene nahezu komplett gestrichen.

Die wenigen verbleibenden Manager werden künftig aus Merkenich in die amerikanische Zentrale in Dearborn berichten. Branchenbeobachter sehen in der Entwicklung nicht nur eine Schwächung der europäischen Position innerhalb des Konzerns, sondern auch des Standorts Köln. "Wir zentralisieren Entwicklungsverantwortung im Konzern und nehmen gleichzeitig neue, zusätzliche Entwicklungsaufgaben für Ford Europa an Bord", sagt Jörg Beyer, Geschäftsführer Produktentwicklung von Ford Deutschland und Executive Director der Produktentwicklung von Ford in Europa. Parallel dazu habe aber auch die Produktentwicklung einen anteiligen Beitrag zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung im Unternehmen zu leisten. Ford steckt in Europa in dem wohl tiefgreifendsten Restrukturierungsprozess der Unternehmensgeschichte. Hintergrund sind unter anderem hohe Verluste im vergangenen Jahr.

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger (ots)

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