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Goldman-Chef hofft auf Abbau der Auflagen für Finanzbranche durch Trump

Archivmeldung vom 09.12.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 09.12.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Der Messeturm, Goldman Sachs International Niederlassung Frankfurt
Der Messeturm, Goldman Sachs International Niederlassung Frankfurt

Foto: Mylius
Lizenz: GFDL
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Lloyd Blankfein, Chef der US-Investmenbank Goldman Sachs, erhofft sich vom künftigen US-Präsidenten Donald Trump einen schnelleren Abbau von Auflagen für die Finanzbranche. "Ich bin immer davon ausgegangen, dass einige Regeln wieder gelockert werden", sagte Blankfein dem "Handelsblatt". Nach der Finanzkrise seien viele Kontrollen aus einer "traumatischen Situation" heraus beschlossen worden, erklärte Blankfein.

Das Pendel sei zu weit in eine Richtung gestoßen worden, nötig sei eine neue Balance. "Das wäre wohl auch ohne Trump gekommen, aber mit ihm geht es wahrscheinlich schneller", sagte der Bank-Chef. Als besonders kompliziert und ineffizient kritisierte Blankfein die sogenannte Volcker-Rule, die den Banken verbietet, auf eigene Rechnung zu spekulieren.

"Es ginge der Welt nicht schlechter ohne sie", sagte er. Außerdem warnt er vor Vorschlägen amerikanischer Aufseher, Gehaltsanteile von Bankern auf lange Sicht zu sperren, um sie bei Fehlverhalten zurückfordern zu können. Auf diese Weise werde der Barwert der Bezüge sehr gemindert so Blankfein.

Er sieht darin einen Wettbewerbsnachteil für die betroffenen Banken. Der Chef von Goldman Sachs fürchtet nicht, dass eine Lockerung der Regeln zur nächsten Finanzkrise führt: "In einer Welt ohne Risiko will niemand leben, wir könnten den Planeten gar nicht ernähren."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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