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Facebook muss in Deutschland trotz Daten-Skandal keinen Werbe-Boykott befürchten

Archivmeldung vom 18.04.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 18.04.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Facebook. Bild: Flickr/McGowan
Facebook. Bild: Flickr/McGowan

Die großen Facebook-Werbekunden aus Deutschland halten dem sozialen Netzwerk trotz des Skandals um die unerlaubte Weitergabe von Nutzerdaten die Treue. Das zeigt eine Umfrage des Wirtschaftsmagazins 'Capital' (Ausgabe 5/2018, EVT 19. April) unter den 25 Unternehmen mit den größten Online-Werbe-Etats der letzten drei Monate. Keine der angefragten Firmen beabsichtigt, wegen des Skandals das Werbe-Engagement auf Facebook auszusetzen oder gar zu beenden. Damit bleibt die Commerzbank, die Ende März angekündigt hatte, eine Facebook-Kampagne auf Eis zu legen, offenbar ein Einzelfall.

"Wir erreichen über diesen Kanal viele unserer Kunden direkt und mit auf deren Interessen zugeschnittenen Angeboten", erklärt der Versandhändler Otto. Von der Automarke Kia heißt es, Facebook ermögliche "zielgruppenspezifische Aussteuerung in einer Granularität, die wenige andere Medien bieten".

Die Mehrheit der befragten Unternehmen betonte aber auch, man werde den US-Konzern in Zukunft unter verschärfte Beobachtung stellen. "Wir betrachten die Entwicklung der Plattform aktuell mit Sorge und verfolgen aufmerksam, wie es weitergeht", so ein Sprecher der Versicherungsgruppe HUK-Coburg. Hans-Christian Schwingen, Markenchef der Deutschen Telekom, äußerte sich gegenüber Capital.de besorgt: "Selbst wenn man zum Ergebnis kommt, dass sich Facebook rein rechtlich nichts zu schulden hat kommen lassen, so ist ihnen allemal Fahrlässigkeit im Umgang mit den Daten ihrer Nutzer vorzuwerfen. Bei allem, was Facebook jetzt aufzuklären und zu tun gedenkt, steht deren Glaubwürdigkeit auf dem Spiel."

Quelle: Capital, G+J Wirtschaftsmedien (ots)

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