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Tarifverdienste im 2. Quartal 2019: +3,8 % zum Vorjahresquartal

Archivmeldung vom 29.08.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 29.08.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Statistisches Bundesamt
Statistisches Bundesamt

Foto: Martin Kraft / Eigenes Werk
Lizenz: CC BY-SA 3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die Tarifverdienste in Deutschland sind im 2. Quartal 2019 durchschnittlich 3,8 % gegenüber dem Vorjahresquartal gestiegen. Berücksichtigt wurden tarifliche Grundvergütungen und tariflich festgelegte Sonderzahlungen wie Einmalzahlungen, Jahressonderzahlungen oder tarifliche Nachzahlungen.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, lag der Anstieg ohne Sonderzahlungen im 2. Quartal 2019 im Vorjahresvergleich bei 2,9 %. Im gleichen Zeitraum stiegen die Verbraucherpreise um 1,6 %.

Bei der Entwicklung der Tarifverdienste einschließlich Sonderzahlungen bestehen große Unterschiede zwischen den einzelnen Wirtschaftszweigen. Am stärksten stiegen die Tarifverdienste im 2. Quartal 2019 im Vergleich zum Vorjahresquartal im Bereich Kunst, Unterhaltung und Erholung (+6,5 %), bei der Wasserversorgung und Entsorgung (+6,4 %), bei der Erbringung von sonstigen Dienstleistungen (+5,5 %) sowie in der Öffentlichen Verwaltung (+5,3%).

Ursache für die überdurchschnittlichen Tarifsteigerungen in diesen Branchen war vor allem ein Doppeleffekt aus dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes des Bundes und der Gemeinden (TVöD). Zusätzlich zu der im April 2019 in Kraft getretenen zweiten Stufenerhöhung in Höhe von 3,09 % wirkte sich hier noch die erste Stufenerhöhung von durchschnittlich 3,19 % (siehe hierzu Pressemitteilung Nr. 465/18 vom 29.11.2018) auf den Vorjahresvergleich aus, die im 3. Quartal 2018 ausgezahlt wurde. Daneben machten sich in diesen Wirtschaftszweigen die Nachzahlungen aus dem Tarifabschluss für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Bereich der Länder (TV-L) bemerkbar. Dieser wurde rückwirkend zum Januar 2019 abgeschlossen, wurde aber erst im 2. Quartal 2019 ausgezahlt.

Überdurchschnittlich erhöhten sich die Tarifverdienste auch im Baugewerbe (+4,6 %). Hier erhielten die Tarifbeschäftigen unter anderem eine Einmalzahlung in Höhe von 600 Euro, die im Juni 2019 ausgezahlt wurde. Deutlich geringer stiegen die Tarifverdienste im Verarbeitenden Gewerbe (+1,7 %) sowie im Handel (+1,3 %).

Weiterführende Informationen

Detaillierte Daten zur Tarifentwicklung in ausgewählten Wirtschaftszweigen bietet die Fachserie 16, Reihe 4.3 (Tarifindex). Die dazugehörende Veröffentlichung "Lange Reihe" enthält zusätzliche Angaben zu den tariflichen Stundenverdiensten mit und ohne Sonderzahlungen in der Gesamtwirtschaft gegliedert nach Leistungsgruppen und Geschlecht. Die vollständigen Quartals- und Jahresergebnisse können in der Datenbank GENESIS-Online über die Tabellen "Vierteljährlicher Index der Tarifverdienste" (62221-0001) und (62221-0002) abgerufen werden, die Ergebnisse des monatlichen Index der Tarifverdienste über die Tabelle "Monatlicher Index der Tarifverdienste" (62231-0001). Eine Übersicht samt Schaubild über die aktuellen Tarifabschlüsse und eine Zusammenstellung ausgewählter Öffnungsklauseln im ersten Halbjahr 2019 enthält die Fachserie 16, Reihe 4 (Tarifverdienste).

Quelle: Statistisches Bundesamt (ots)

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