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Voestalpine besiegelt Schließung des letzten deutschen Schienenwerks - Anlagen werden zum Teil verschrottet

Archivmeldung vom 10.09.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 10.09.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Voestalpine Stahlwelt, Schriftzug beim Eingangsbereich
Voestalpine Stahlwelt, Schriftzug beim Eingangsbereich

Foto: Brbracke
Lizenz: CC-BY-SA-3.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die Schließung des letzten deutschen Schienenwerks durch den österreichischen Stahlkonzern Voestalpine ist besiegelt. "Niemand sollte sich Illusionen machen. Die Schließung des Werks ist nicht mehr abzuwenden. Das steht fest", sagte der zuständige Voestalpine-Manager Hans Pfeiler der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ, Dienstagausgabe). In den vergangenen Tagen hatten sich der nordrhein-westfälische Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD) und der NRW-Chef der IG Metall, Knut Giesler, für das Schienenwerk in Duisburg eingesetzt. "Es gibt keine Zukunft für das Werk", betonte Voestalpine-Manager Pfeiler. "Ende des Jahres wird die Produktion stillgelegt."

Voestalpine Stahlwelt, Schriftzug beim Eingangsbereich
Voestalpine Stahlwelt, Schriftzug beim Eingangsbereich

Foto: Brbracke
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Das Duisburger Werk, das unter dem Kürzel TSTG firmiert, wurde im Jahr 1894 von August Thyssen gebaut und gehörte lange zum heutigen Thyssen-Krupp-Konzern. 2001 übernahm Voestalpine den Betrieb, der rund 400 Mitarbeiter beschäftigt. Das Werksgelände hat Voestalpine von Thyssen-Krupp gemietet. "Der Mietvertrag läuft Mitte 2016 aus", sagte Pfeiler. "Die Anlagen auf dem Gelände gehören TSTG. Sie werden demontiert und teilweise verschrottet." Voestalpine verteidigte die Werksschließung. "Es gibt kein Unternehmen in Europa, das derzeit mit der Herstellung von Schienen Geld verdient", sagte Pfeiler. Zum 1. Januar sollen die TSTG-Beschäftigten in eine Transfergesellschaft wechseln, in der sie maximal ein Jahr lang auf eine Beschäftigung in anderen Betrieben vorbereitet werden und 85 Prozent ihres aktuellen Nettolohns erhalten.

Quelle: Westdeutsche Allgemeine Zeitung (ots)

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