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Stromverbrauch: Drei Viertel wollen sich wegen hoher Strompreise einschränken

Archivmeldung vom 21.02.2013

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 21.02.2013 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Grafik: "obs/LichtBlick SE"
Grafik: "obs/LichtBlick SE"

76 Prozent aller Bundesbürger haben sich vorgenommen, den gestiegenen Stromkosten in diesem Jahr mit bewussten Verhaltensänderungen im Alltag zu begegnen. Zwei Drittel würden zur Unterstützung beim Stromsparen eine kostenlose Energieberatung in Anspruch nehmen, die Bundesumweltminister Peter Altmaier bis 2020 für alle Bürger in Aussicht stellt. Ein Viertel gibt an, das Angebot wahrscheinlich nicht zu nutzen - zwölf Prozent lehnen es generell ab. Dies sind Ergebnisse der repräsentativen Studie "Stromsparen in deutschen Haushalten" des Energieanbieters LichtBlick.

Die beliebteste Maßnahme der energiebewussten Bundesbürger ist: Alles abschalten, was nicht gebraucht wird. 82 Prozent der Befragten mit Stromspar-Ambitionen wollen Lampen und elektronische Geräte künftig immer ausschalten, wenn sie abwesend sind oder die Geräte gerade nicht benötigen. Drei Viertel wollen auch konsequent auf den Stand-by-Modus verzichten. Jeder Dritte setzt dabei auf Steckdosen mit Zeitschaltuhr. Auch der Gebrauch alter Glühbirnen soll bei drei von vier Sparwilligen der Vergangenheit angehören. Für 60 Prozent ist sogar die Anschaffung effizienterer Elektrogeräte eine Option, um Stromkosten zu senken.

Beliebt sind bei den Verbrauchern außerdem kleine Haushaltstricks, die den Stromverbrauch einschränken. Dazu gehört zum Beispiel: auf das Kochen ohne Deckel verzichten (74 Prozent), Kühlgeräte regelmäßig abtauen (64 Prozent), erhitzte Gerichte erst abkühlen lassen, bevor sie im Kühlschrank gelagert werden (63 Prozent), oder auch das Fertiggaren in der Resthitze des Backofens (55 Prozent). Beim Waschen gilt für die Bundesbürger ebenfalls "weniger ist mehr": 55 Prozent der Sparwilligen wollen auf den Wäschetrockner verzichten und immerhin 45 Prozent möglichst nur noch bei 30 Grad waschen.

"Es ist erfreulich, dass so viele Menschen bereit sind, ihren Stromverbrauch zu senken. Die kostenlose Altmaier-Beratung kann da in Zukunft helfen. Leider ist davon in dem letzte Woche von den Ministern Altmaier und Rössler veröffentlichten Maßnahmenpaket zur Strompreisbremse nichts mehr zu finden. Wir hoffen nicht, dass die Halbwertszeit seines Vorschlags zur kostenlosen Energiesparberatung schon überschritten ist", so Gero Lücking, geschäftsführender Direktor Energiewirtschaft bei LichtBlick.

Quelle: LichtBlick SE (ots)

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