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Gewerkschaftsexperte Elmar Wigand kritisiert Geschäftsmodell von H&M drastisch: "Grausamster Teil der Wertschöpfung in Asien"

Archivmeldung vom 16.01.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.01.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
H&M-Filiale in München
H&M-Filiale in München

Foto: Usien
Lizenz: GFDL
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der Gewerkschaftsexperte Elmar Wigand hat das Geschäftsmodell des durch eine umstrittene Werbekampagne in die Schlagzeilen geratenen Modekonzerns Hennes & Mauritz kritisiert. "H&M lässt den grausamsten Teil seiner Wertschöpfung in Asien von einem Dickicht aus Subunternehmern betreiben, die in Bangladesch, Indien und Pakistan rund 1900 Fabriken unter teils abenteuerlichen Bedingungen betreiben", schreibt Wigand in einem Gastbeitrag für die in Berlin erscheinende Tageszeitung "neues deutschland.

Auf der anderen Seite türme sich der Reichtum: H&M-Hauptaktionär Stefan Persson habe sich 2009 ein ganzes Dorf in England gekauft - "als eine Art bizarres Hobby". Bei dem Foto für die Kampagne, auf dem ein schwarzer Junge mit einem Pullover mit der Aufschrift »Coolest Monkey in the Jungle« zu sehen war, handele es sich laut Wigand nicht um einen Ausrutscher. "Das Problem ist das gesamte H&M-Geschäftsmodell sowie ein familiengeführtes Management, das vor Arroganz, Selbstverliebtheit und Hybris strotzt", so das Gründungsmitglied des Vereins aktion ./. arbeitsunrecht.

Quelle: neues deutschland (ots)

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