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Raffinerie muss Produktion drosseln

Archivmeldung vom 24.05.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 24.05.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Chemie- und Industriepark Leuna - Westansicht
Chemie- und Industriepark Leuna - Westansicht

Foto: Foto Wolfgang Pehlemann
Lizenz: CC BY-SA 3.0 de
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Die Total-Raffinerie in Leuna muss die Kraftstoff-Produktion wegen verschmutzten russischen Erdöls drosseln. Das berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung. "Aufgrund der andauernden Ausnahmesituation" habe die Raffinerie in der vergangenen Woche einige Einheiten außer Betrieb genommen, teilte das Unternehmen aus dem Saalekreis der MZ mit. "Die Ölversorgung über die Pipeline aus Russland ist weiter gestoppt", sagte ein Sprecher des Mineralölwirtschaftsverbandes.

Ende April hatten polnische Behörden die Pipeline geschlossen, weil das Rohöl zu viele Chloride enthielt. Aus den Salzen kann in Verbindung mit Wasser eine Salzsäurelösung entstehen, welche Rohre und die Ausrüstung der Raffinerien angreift. Chloride werden bei der Förderung von Rohöl eingesetzt. Wie es zu der Verunreinigung kam, ist unklar. Russische Behörden erklärten im April, dass die Ölversorgung Anfang Mai wieder aufgenommen wird. Doch dazu ist es nicht gekommen. "Das verschmutzte Öl befindet sich noch in der Pipeline", teilte der Mineralölwirtschaftsverband mit. Betroffen davon ist neben Leuna auch die brandenburgische Raffinerie in Schwedt. Beide beziehen das Rohöl aus der russischen Pipeline "Druschba" (Freundschaft).

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung (ots)

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