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BSI-Präsident warnt Mittelständler vor Cyberangriffen

Archivmeldung vom 29.08.2017

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 29.08.2017 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Bild: Antje Delater / pixelio.de
Bild: Antje Delater / pixelio.de

Die deutsche Wirtschaft wird von einer Welle von Cyberangriffen heimgesucht: Immer öfter fälschen Betrüger E-Mails von Chefs oder Vorständen, um Buchhalter dazu zu bewegen, Firmengelder ins Ausland zu überweisen.

Das Phänomen, welches Experten meist als "CEO Fraud" (Chefbetrug) bezeichnen, habe "in den letzten Jahren stark zugenommen", sagte der Präsident des Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), Arne Schönbohm, dem "Handelsblatt". Die Sicherheitschefs zweier deutscher Industriekonzern berichteten von mindestens zwei professionellen Betrugsversuchen pro Monat. "Die gute Nachricht: Es gibt gute und wirksame Gegenmaßnahmen", sagte Schönbohm.

Die großen Unternehmen seien größtenteils vorbereitet, kleinere jedoch häufig nicht: "Wir müssen auf unsere Familienunternehmen und die Hidden Champions aufpassen." Die Täter seien sehr professionell: "Sie wissen, wer im Unternehmen Gelder anweisen darf und kennen selbst Kleinigkeiten – zum Beispiel, ob die Mitarbeiter sich duzen."

Das BSI empfiehlt, Mitarbeiter systematisch zu schulen. Genaue Zahlen zur Höhe des Schadens gibt es nicht. Allein die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt gegenwärtig in 158 Fällen, bei denen 56 Millionen Euro abgeflossen sind. Andere Behörden mit einem Cybercrime-Schwerpunkt berichten von zahlreichen ähnlich gelagerten Verfahren. Die US-Ermittlungsbehörde FBI zählte von Oktober 2013 bis Februar 2016 mehr als 17.500 Anzeigen von Opfern. Geschätzter Schaden weltweit: 2,3 Milliarden US-Dollar (1,96 Milliarden Euro). Ein seltener Fahndungserfolg gelang der französischen Polizei vor einer Woche, als sie den mutmaßlichen Erfinder der Chefmasche festnahm.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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