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Wirtschaftsministerium: Grenzkontrollen könnten Konjunktur dämpfen

Archivmeldung vom 23.02.2016

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.02.2016 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Manuel Schmidt
Bild: Arne List, on Flickr CC BY-SA 2.0
Bild: Arne List, on Flickr CC BY-SA 2.0

Die vorübergehenden Grenzkontrollen schaden nach Ansicht des Bundeswirtschaftsministeriums der deutschen Wirtschaft: "Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland könnte möglicherweise kurzfristig etwas gedämpft werden", heißt es in einem internen Papier des Wirtschaftsministeriums zu den wirtschaftlichen Folgen von Grenzkontrollen, über das die "Welt" berichtet.

"Warteschlagen vor Grenzübergängen infolge von Ausweiskontrollen können etwa Auswirkungen auf die Lieferketten haben", schreiben die Beamten aus dem Haus von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD). Insgesamt "dürften die ökonomischen Auswirkungen aber überschaubar bleiben".

Die Beamten beziehen sich dabei auf Schätzungen wie die des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), nach denen die eingeführten Grenzkontrollen Kosten von rund zehn Milliarden Euro jährlich zur Folge haben.

Politiker warnen allerdings, dass Europas Wirtschaft unter dauerhaften Grenzkontrollen extrem leiden würde. "Ein Ende von Schengen wäre für die deutsche Wirtschaft enorm teuer. Insbesondere für die Automobilindustrie, die viele Werke in Osteuropa hat", warnte CDU-Fraktionsvize Michael Fuchs.

SPD-Vizefraktionschef Hubertus Heil sagte: "Ein Ende von Schengen wäre besonders für Euro-Länder, die in einer wirtschaftlichen Krise stecken, nochmal ein Schlag ins Kontor."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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