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Diesel-Gründer Rosso fand eigene Marke "einfach nicht mehr cool"

Archivmeldung vom 22.03.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.03.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Schriftzug „Diesel Industry“ auf der Tasche einer Jeanshose
Schriftzug „Diesel Industry“ auf der Tasche einer Jeanshose

Foto: Urheber
Lizenz: GFDL
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Diesel-Gründer Renzo Rosso will die von ihm vor rund 40 Jahren gegründete Jeans-Marke neu aufstellen: "Wir waren ein bisschen altbacken geworden, einfach nicht mehr cool. Das ändern wir jetzt", sagte Rosso dem "Handelsblatt Magazin".

Er habe die erste Führungsebene weitgehend rausgeschmissen. "Bei denen ging`s nur noch um Zahlen. Was fehlte, war die Leidenschaft … und der Wille, sich immer neu zu erfinden. In diesem Prozess stecken wir jetzt mittendrin. Das ist nicht leicht." Kürzlich musste die Firma für Teile ihres US-Geschäfts Insolvenz anmelden, um sich im Rahmen eines sogenannten Chapter-11-Verfahrens neu aufstellen zu können. Vergangene Woche wurde bekannt, dass auch Diesel-CEO Marco Agnolin gehen muss. Das letzte Jahr sei "echt schlimm" gewesen, sagte Rosso nun dem Magazin. "Es verging keine Woche, in der ich nicht kämpfen musste gegen all die Idioten da draußen." Die Strategie des Diesel-Gründers ist so klar wie schmerzhaft: "Wir waren vielleicht zu sehr auf Masse fixiert. Nachdem ich vor neun Jahren die Führung verließ, wuchsen die Zahlen ja durchaus noch. Aber Zahlen sind nicht alles. Also habe ich die Distribution sogar verschlankt", sagte Rosso. "Als börsennotiertes Unternehmen dürfte ich das nie machen, aber ich habe die Verkäufe um rund 275 Millionen Euro gekappt."

Rossos erklärtes Ziel: "Diesel muss wieder begehrenswert werden." Was Rosso mittlerweile besonders nervt, sind ausgerechnet die Usancen der Modebranche: "Von allen Disziplinen, in denen ich aktiv bin, werde ich der Mode als erste den Rücken kehren", sagte Rosso dem "Handelsblatt Magazin". Es falle ihm oft schwer, die in dem Business grassierende Arroganz zu ertragen. Ein immer wieder diskutierter Börsengang seiner Mode-Holding OTB bleibt indes sein erklärtes Ziel: "Ich liebe die Idee. Ein Börsengang könnte für alle Beteiligten eine tolle Sache sein – für die Gruppe und ihre Manager, für meine Familie, für unsere Kunden." Er sei ja gerade erst zurückgekehrt. "Geben Sie uns mal zwei Jahre Zeit, dann sehen unsere Zahlen hoffentlich noch weit besser aus als heute. Und dann wäre vielleicht auch der richtige Augenblick für einen Börsengang."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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