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Ex-Dresdner-Bank Vorstand Fischer: Bedeutungsverlust der Banken

Archivmeldung vom 01.09.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 01.09.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Gerd Altmann/Shapes:AllSilhouettes.com  / pixelio.de
Bild: Gerd Altmann/Shapes:AllSilhouettes.com / pixelio.de

Leonhard Fischer, Chef der Finanzholding RHJI, erwartet in den nächsten Jahren große unternehmerische Veränderungen im Bankensektor. Angesichts der wachsenden Konkurrenz von Google, Paypal & Co sieht der langjährige Investmentbanker und Ex-Vorstand der Dresdner Bank insbesondere die Bereiche im Finanzgeschäft als gefährdet an, die standardisiert sind. "Dort liegt der nächste logische Schritt der neuen Konkurrenz", sagte Fischer in einem Interview mit dem "Handelsblatt" (Dienstagausgabe).

Das Grundproblem liege darin, dass "die Regulierung, die Compliance, all das, was Banken für oder im Auftrag der Aufsicht oder des Staates erledigen, teuer ist und zur Standardisierung mit Hilfe von Technologie zwingt." Streng genommen stelle sich die Frage, ob der Kunde bei einem Standardprodukt wie dem Zahlungsverkehr überhaupt noch eine Bank braucht. "Nein, er braucht sie nicht", urteilt der Finanzmann. Fischer erwartet zwar einen Bedeutungsverlust der Branche, Banken seien jedoch kein Auslaufmodell. "Eine Bank werden Sie weiter brauchen. Aber schon heute sind Banken nicht überall mehr nötig", so Fischer und nennt das Beispiel Kreditkarten. Es sei nur eine Frage der Zeit, bis ein Großteil des privaten Zahlungsverkehrs über das Smartphone abgewickelt werde.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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