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Trittin: Gerede von VW-Krise muss aufhören

Archivmeldung vom 27.04.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 27.04.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Dennis Witte
Bild: Daniel Gast / pixelio.de
Bild: Daniel Gast / pixelio.de

Der frühere Chef der Grünen-Bundestagsfraktion, Jürgen Trittin, blickt mit Sorge auf die Zukunft von Volkswagen: "Das Wichtigste ist jetzt, dass jetzt das Gerede von einer Krise bei Volkswagen aufhört", sagte Trittin dem "Handelsblatt" (Onlineausgabe).

"Das Hauptproblem, vor dem Volkswagen jetzt steht, ist kein personelles." Seit Jahren schwächle die Kernmarke VW trotz der Erfolge von Skoda und Audi, der Konzern hinke zudem wie die gesamte deutsche Autoindustrie den Entwicklungen des Marktes hinterher, sagte Trittin weiter. "Wenn VW und die deutschen Autobauer den Trend weg vom Verbrennungsmotor verpassen, werden sie von der Entwicklung auf den Weltmärkten überrollt. Hierauf muss sich jetzt alle Kraft richten."

Trittin begrüßte es, dass der frühere IG Metall-Chef Berthold Huber kommissarisch den Aufsichtsrats-Vorsitz übernommen hat. "Berthold Huber ist ein kluger Gewerkschafter, der die Übergangszeit sicher sehr gut meistern wird", sagte der Grünen-Politiker. Es seien die Arbeitnehmer und die IG Metall gewesen, die Volkswagen zusammen mit Ferdinand Piëch aus der großen Krise der 90er Jahre herausgeführt hätten.

"Auch die Mitbestimmung hat Volkswagen zur Weltmarke und einer der größten Automobilproduzenten der Welt gemacht", betonte Trittin, der im VW-Stammland Niedersachsen von 1990 bis 1994 Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten war.

Unionsfraktionsvize warnt vor Hängepartie bei VW

Der Unionsfraktionsvize Michael Fuchs (CDU) hat vor einer längeren Phase der Unsicherheit in der VW-Führung gewarnt. "Eine Hängepartie in der Führung kann sich VW nicht leisten", sagte Fuchs der "Rheinischen Post". "Der Konzern braucht so schnell wie möglich einen neuen Aufsichtsratsvorsitzenden", so der CDU-Wirtschaftspolitiker weiter.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hatte dagegen nach dem Rückzug von Ferdinand Piëch erklärt, es gebe keine Eile bei der Suche nach einem Nachfolger. Kommissarisch hat der frühere IG-Metall-Chef Berthold Huber den Aufsichtsrats-Vorsitz übernommen. Auch SPD-Fraktionsvize Axel Schäfer sieht VW nach dem Wechsel in guten Händen. "Der kommissarische Aufsichtsratschef, der Ministerpräsident und der Betriebsratsvorsitzende sind allesamt Sozialdemokraten. Bei denen ist VW sicher gut aufgehoben", sagte Schäfer.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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