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Ölpreis-Explosion: 150 Dollar pro Barrel befürchtet

Archivmeldung vom 03.03.2010

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 03.03.2010 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Preisanstieg befürchtet. Bild: pixelio.de, Christa Nöhren
Preisanstieg befürchtet. Bild: pixelio.de, Christa Nöhren

Da Investitionen in Öl- und Gasfelder zurückgehen und die Erschließung immense Ausgaben verursacht, gehen Experten für 2011 von einem neuen Ölpreishoch aus. Selbst die gefürchtete 150 Dollar-Marke pro Barrel Öl wird thematisiert und könnte den gerade erst wieder in Gang gekommenen Konjunkturmotor abwürgen. Dass die Ukraine angekündigt hat, Stromlieferungen in die Slowakei, Ungarn und Rumänien für vier Wochen zu stoppen, dürfte den Preisen weiteren Auftrieb geben.

"Zwar ist die Verdopplung der Preise für die kommenden Monate nicht auszuschließen, aber angesichts der schwachen Weltkonjunktur wäre dies nicht gerechtfertigt. Seitens der Industrie würde eine solche Preisgestaltung auf Gegenwehr stoßen", verdeutlicht Michael Blumenroth, Rohstoffhändler bei der Deutschen Bank, auf pressetext-Nachfrage. Große Mineralölriesen wie Royal Dutch Shell hingegen warnen bereits vor einem stärkeren Preisdruck, falls die Nachfrage ansteigt und die Investitionen weiterhin schwach bleiben.

Die Ängste vor der Preis-Explosion ähnlich der Situation im Jahr 2008 sind aufgrund der stark zunehmenden Nachfrage aus China und anderen großen Schwellenländern nicht unbegründet. Schon damals stieg der Preis für ein Fass Rohöl auf 147 Dollar. "Derzeit stehen wir gerade einmal zwischen 77 und 78 Dollar. Dass es kurzfristig zu Veränderungen kommen wird, halte ich für unwahrscheinlich", unterstreicht Blumenroth. Die Nachrichten aus der Ukraine seien jedoch "wenig förderlich".

Rohöl-Angebotsverknappung droht

Bedingt durch die wirtschaftlichen Turbulenzen in den vergangenen zwei Jahren verringerte sich die Ölnachfrage nach Schätzungen der Internationalen Energieagentur IEA um 1,3 Mio. Barrel auf durchschnittlich 84,9 Mio. Barrel am Tag. Für 2010 prognostiziert die Organisation einen Anstieg der Nachfrage um 1,57 Mio. Barrel pro Tag. Die OPEC hingegen rechnet innerhalb dieses Jahres mit einem Anstieg der nachgefragten Ölmengen in der Größe von gerade einmal 810.000 Barrel am Tag. Das verfügbare Angebot dürfte aber nicht reichen.

Fachleute der Bank of America sowie Merrill Lynch haben in ihren Berechnungen in Aussicht gestellt, dass es den Ölriesen selbst mit neuen Projekten in extremen Klimazonen jedoch nicht gelingen wird, den unvermeidlichen jährlichen Produktionsverlust alter Felder auszugleichen. Die Lage verschärft sich zudem durch nachlassende Investitionen. Laut IEA sanken diese im vergangenen Jahr um 19 Prozent. Im laufenden Jahr sieht sie diese um allenfalls zehn Prozent steigen. Shell wird 2010 bereits mit 28 Mrd. Dollar um vier Mrd. Dollar weniger investieren.

Quelle: pressetext.deutschland (Florian Fügemann)

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