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Chef des Statistischen Bundesamts: Keine verwertbaren Informationen über vermögende Haushalte

Archivmeldung vom 16.04.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.04.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Thorben Wengert / pixelio.de
Bild: Thorben Wengert / pixelio.de

Der Präsident des Statistischen Bundesamtes, Roderich Egeler, hat erhebliche Probleme bei der Erfassung der Reichtumsverteilung eingeräumt. "Ehrlich gesagt weisen unsere Statistiken besonders bei der Vermögensverteilung keine verwertbaren Ergebnisse aus", sagte Egeler der Tageszeitung "neues deutschland".

Grund hierfür sei, dass es "am oberen Ende der Vermögensverteilung" keine "verwertbaren" Informationen gebe. So würden etwa bei der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe Haushalte mit einem Haushaltsnettoeinkommen über 18.000 Euro im Monat nicht ausgewiesen, weil sich nicht genügend Haushalte mit so hohen Einkommen an dieser Befragung beteiligten. "Deshalb liegen uns auch keine Angaben zum Vermögen dieser vermutlich wohlhabenderen Haushalte vor", so Egeler.

Bei der Erwerbstätigenrechung liegen die Unterschiede in den Statistiken Egeler zufolge im Ergebnis "sogar bei über zwei Millionen Erwerbstätigen". Dies sei auf unterschiedliche Methoden und Definitionen zurückzuführen. So werden die Erwerbstätigenzahlen sowohl innerhalb der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung auf Basis von Daten der Bundesagentur für Arbeit als auch mit Hilfe der Ergebnisse des Mikrozenus berechnet.

Quelle: neues deutschland (ots)

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