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DIHK-Studie: Jeder zehnte Händler vor Insolvenz

Archivmeldung vom 16.05.2020

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.05.2020 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Verlust, Crash, Einbruch, Börse, Konjunktur und Insolvenz (Symbolbild)
Verlust, Crash, Einbruch, Börse, Konjunktur und Insolvenz (Symbolbild)

Bild: Andreas Hermsdorf / pixelio.de

Die Corona-Pandemie hat dramatische Folgen für viele Handelsunternehmen in Deutschland. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), die der Düsseldorfer "Rheinischen Post" vorliegt.

Demnach sieht sich trotz erster Lockerungsmaßnahmen jeder zehnte Einzelhändler aktuell von einer Insolvenz bedroht. Auch sechs Prozent der Großhändler stehen eigenen Angaben zufolge kurz vor der Pleite. Die größten Probleme für die Unternehmen sind die eingebrochene Nachfrage und damit geringere Umsätze bei gleichbleibend hohen Kosten.

Von den Anfang Mai befragten 10.000 Unternehmen gaben knapp 40 Prozent an, ihre Investitionspläne für das laufende Jahr zu kürzen. Und knapp jeder dritte Betrieb beklagt massive Liquiditätsengpässe. "Dieses Ergebnis ist erschreckend", sagte Ilja Nothnagel, Mitglied der DIHK-Hauptgeschäftsführung. "Denn um die Wirtschaft wieder ans Laufen zu bekommen, brauchen die Betriebe finanzielle Beinfreiheit." Nur so könnten sie ihr Geschäft, angepasst an Pandemie-Bedingungen, wieder hochfahren.

"Deshalb wäre ein umfassendes Entlastungspaket für die Unternehmen das richtige Rezept aus der Krise", sagte Nothnagel. Immerhin: Rund die Hälfte der befragten Unternehmen rechnet mit einer Normalisierung des Geschäfts noch in diesem Jahr. 78 Prozent der Einzelhändler rechnen mit einem Umsatzrückgang, bei einer Umfrage im März waren es noch 82 Prozent. Zugleich gab nun ein knappes Drittel der Einzelhändler und 27 Prozent der Großhändler an, so stark von der Krise betroffen zu sein, dass sie Personal abbauen müssen.

Quelle: Rheinische Post (ots)


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