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Dow-Chemical-Chef sieht Europas Chemieindustrie unter Druck

Archivmeldung vom 02.06.2014

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.06.2014 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Andrew Liveris
Andrew Liveris

Foto: Flickr World Economic Forum
Lizenz: CC-BY-SA-2.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Der europäischen Chemiebranche drohen dauerhafte Wettbewerbsnachteile gegenüber US-Konkurrenten, die aufgrund der Schiefergasrevolution über große Vorteile bei Energie- und Rohstoffkosten verfügen. Davor warnt der Chef des US-Chemiekonzerns Dow Chemical, Andrew Liveris, im Gespräch mit dem "Handelsblatt" (Dienstagsausgabe). "Europa muss sich entweder billiges Gas beschaffen oder sich aus bestimmten Märkten und Geschäften verabschieden", sagte Liveris.

Vor allem energieintensive Sektoren der Branche sieht er in Gefahr. Höheren Konkurrenzdruck für die Branche erwartet Liveris zudem von Seiten asiatischer und arabischer Chemiefirmen, die neue Kapazitäten aufbauen auch im Bereich der Spezialchemie und dabei geringere Renditeanforderungen an den Kapitaleinsatz stellen als westliche Konzerne.

"Die Lebenszyklen der Produkte werden kürzer und die Standardisierung beschleunigt sich", warnt Liveris. Der Dow-Chef will daher nicht nur die Produktion an kostengünstigen Standorten ausbauen, sondern zugleich auch seine Investition in Forschung und Entwicklung verstärken.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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