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IG Metall befürchtet Job-Abbau wegen US-Zöllen

Archivmeldung vom 02.03.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.03.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Industriegewerkschaft Metall (IG Metall)
Industriegewerkschaft Metall (IG Metall)

Die Gewerkschaft IG Metall schlägt Alarm wegen der geplanten US-Zölle auf Stahl und Aluminium. "Einfuhrzölle in den USA werden auch Konsequenzen für die Beschäftigung hierzulande haben", sagte der Stahl-Experte der Gewerkschaft, Heiko Reese, der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post".

Wie stark, lasse sich derzeit aber nur schwer abschätzen. "Deutschland exportiert etwa eine Million Tonnen Stahl in die USA. Angesichts einer Jahresproduktion von 42 Millionen Tonnen, ist das nicht der Bärenanteil." Viel größeren Einfluss würden allerdings die nach Deutschland umgeleiteten Handelsströme haben: "Die Zölle treffen ja nicht nur deutsche Produkte. Länder wie China, Indien und Japan werden sich auch nach neuen Märkten umschauen. Da die EU aber global betrachtet der offenste Markt ist, werden die Exporteure sich hier zuerst umschauen. Das kann zu Verdrängung und damit auch zu Arbeitsplatzabbau führen", sagte Reese. Der IG-Metall-Vertreter erklärte, Trumps Pläneseien "eine klar protektionistische Maßnahme": "Es geht ja nicht darum, Dumping-Stahl von den Märkten fernzuhalten. Wir fordern deshalb die WTO und die EU auf, das entsprechend deutlich zu machen." Über diplomatische Kanäle solle der Ton drastisch verschärft werden. "Und zwar so, dass auch Herr Trump die Brisanz versteht", sagte Reese.

Quelle: Rheinische Post (ots)

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