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Bayer-Chef rechnet mit multinationalem Fonds für Antibiotika-Forschung

Archivmeldung vom 23.05.2015

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 23.05.2015 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Das Bayer-Kreuz bei Nacht. Bild: Bayer AG
Das Bayer-Kreuz bei Nacht. Bild: Bayer AG

Bayer-Vorstandschef Marijn Dekkers geht davon aus, dass die Regierungschefs der G-7- Länder auf ihrem Gipfel Anfang Juni viele Milliarden Euro in die Antibiotika-Forschung stecken werden: "Ich rechne mit einem multinationalen Fonds für die Antibiotika-Forschung. Das kann ein Land allein nicht stemmen", sagte er in einem "Spiegel"-Gespräch.

Die Pharmaindustrie habe zu wenig Anreize, neue Antibiotika für die Patienten zu entwickeln, die insbesondere in Krankenhäusern mit resistenten Keimen kämpfen. "Die Regierungen sollten die Pharmaindustrie wie in der Militärindustrie Auftragsforschung machen lassen", fordert Dekkers. Es bestehe "dringender Handlungsbedarf, den Patienten muss geholfen werden". Er habe gelesen, dass die Entwicklung von vier neuen Antibiotika 20 Milliarden Euro kosten werde. "Das ist vielleicht ein bisschen viel. Aber es wird richtig teuer", sagte Dekkers dem "Spiegel". Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte Antibiotika auf die Tagesordnung des Gipfels im bayerischen Elmau gesetzt.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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