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Sachsen-Anhalt: Wegen Corona: 80 Gastrobetriebe in Sachsen-Anhalt sind pleite

Archivmeldung vom 29.07.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 29.07.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Anja Schmitt
Geschlossenes Restaurant
Geschlossenes Restaurant

Foto von Meruyert Gonullu von Pexels

Nach den Lockdown-Monaten sind Restaurants, Bars und Hotels in Sachsen-Anhalt seit Mai wieder geöffnet. Doch die Stimmung ist getrübt: Wirte und Hoteliers kämpfen mit einem enormen Mangel an Personal. "Die Corona-Pandemie hat den Arbeitskräftemangel im Gastgewerbe weiter verschärft", sagte Michael Schmidt, Chef des Gastroverbandes Dehoga in Sachsen-Anhalt, der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung (Mittwochausgabe). "Aktuell gibt es viele Betriebe, die Öffnungszeiten verkürzt oder Ruhetage eingeführt haben." Die Zahl der Mitarbeiter habe sich seit Beginn der Pandemie um 15 bis 20 Prozent reduziert.

Die Branche ist von sieben Monaten Lockdown besonders hart getroffen worden. So hatten laut Dehoga etwa 80 Betriebe schließen müssen oder Insolvenz angemeldet. Das ist jedes zehnte Unternehmen im Verband, der etwa 800 größere Gaststätten und Hotels im Land vertritt. Arbeitnehmer mussten mit Kurzarbeitergeld auskommen, Aushilfen und Minijobber standen sofort vor dem Nichts. Viele Mitarbeiter seien in branchenfremde Jobs abgewandert, so Schmidt. Sie gingen beispielsweise in den Handel, arbeiten in Impfzentren oder im Gesundheitswesen. "Der Großteil kehrt nicht zurück. Der Beruf hat weiter an Wertschätzung verloren." Denn in den neuen Jobs gibt es mitunter mehr Gehalt und geregelte Arbeitszeiten.

Laut Dehoga-Chef Schmidt reichten die Umsätze der Gaststätten und Hotels lange nicht an die Zeit vor Corona heran. Im Mai gab es Ausfälle von rund 60 Prozent. "Im Juni waren die Zahlen besser. Aber die Unternehmen können durch den Personalmangel das Sommergeschäft nicht voll mitnehmen. Dabei bräuchten sie jetzt genau das." Zudem sei die Eventgastronomie und Tagungshotellerie noch immer in einer schwierigen Lage. Schmidt rechnet mit weiteren 40 Schließungen oder Insolvenzen von Gaststätten und Hotels bis Jahresende.

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung (ots)

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