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Bitkom: Digitalisierung kostet 3,4 Millionen Stellen bis Ende 2022

Archivmeldung vom 02.02.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 02.02.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch André Ott
Agrar-Roboter BoniRob
Agrar-Roboter BoniRob

Bild: Eigenes Werk /OTT

3,4 Millionen Stellen fallen nach Angaben der Unternehmen allein in den kommenden fünf Jahren weg, weil Roboter oder Algorithmen die Arbeit übernehmen. Dies geht aus einer Umfrage des IT-Verbands Bitkom unter 500 deutschen Unternehmen mit mehr als 20 Mitarbeitern hervor, berichtet die "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Angesichts von aktuell knapp 33 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten entspräche das mehr als jeder zehnten Stelle. Jedes vierte Unternehmen sieht sich durch die Digitalisierung sogar ganz in seiner Existenz bedroht. Bitkom-Präsident Achim Berg kritisiert vor diesem Hintergrund die gegenwärtigen Koalitionsverhandlungen. Arzthonorare, Rentenniveau, Soli-Abschmelzung - "seltsam entrückt" komme ihm das alles vor, sagte er der Zeitung. Die Politik betreibe zum Thema Digitalisierung bislang nicht mehr als "Buzzword-Bingo".

Der Bitkom verweist unter anderem darauf, dass es in der deutschen Kommunikationstechnik Mitte der neunziger Jahre noch 200.000 Stellen gab. Jetzt seien es nur noch 20.000. "Wir haben in nur fünfzehn Jahren 90 Prozent der Arbeitsplätze in diesem Bereich verloren - durch die Digitalisierung", so Berg. Eine solche Entwicklung drohe als nächstes Banken und Versicherungen, aber auch der Chemie- und Pharmabranche. Auf die nächsten zwanzig Jahre betrachtet würde die Hälfte aller Berufsbilder wegfallen. Berg spricht sich deshalb auch dafür aus, die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens zu testen. "Wir sollten das ausprobieren und schauen, wie es wirkt."

Quelle: dts Nachrichtenagentur

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