Direkt zum Inhalt Direkt zur Navigation
Sie sind hier: Startseite Nachrichten Wirtschaft Krankenkassen erstmals seit 2015 in den roten Zahlen

Krankenkassen erstmals seit 2015 in den roten Zahlen

Archivmeldung vom 13.06.2019

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 13.06.2019 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de

Erstmals seit drei Jahren müssen gesetzliche Krankenkassen in großem Stil wieder ihre Finanzreserven anzapfen, um die Ausgaben für die Behandlung ihrer Versicherten zu bezahlen, denn die Zuweisungen des Gesundheitsfonds reichen nicht aus. In den ersten drei Monaten dieses Jahres hätten die Krankenkassen deshalb ein Minus von 112 Millionen Euro verbucht, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf eigene Recherchen.

Im Vorjahr hätten sie nach dem ersten Quartal noch einen Überschuss von 416 Millionen Euro genannt. Zu Beginn dieses Jahres hätten Ersatz-, Betriebs- und Innungskassen Verluste ausgewiesen, die Allgemeine Ortskrankenkassen (AOK) und die Knappschaft hätten ihre Überschüsse im Jahresvergleich halbiert, berichtet die Zeitung weiter. Die Verluste, teils sind sie Folge von Beitragssenkungen, würden nun aus den Rücklagen der Kassen gedeckt. Vor diesem Hintergrund riefen Kassenvertreter die Politik zur Mäßigung bei neuen Leistungsgesetzen auf. "Die finanziellen Aussichten der Gesetzlichen Krankenversicherung trüben sich doch merklich ein, der Kurs der extensiven Ausgabenpolitik muss kritisch hinterfragt werden", sagte Jens Martin Hoyer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbands.

"Die Zeit der Überschüsse in der Gesetzlichen Krankenversicherung geht vorbei", sagte die Vorstandsvorsitzende des Verbands der Ersatzkassen (VDEK), Ulrike Elsner, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Kostenintensive Gesetze wie das für mehr Pflegepersonal und für die zügigere Vergabe von Arzttermine würden erst im Laufe des Jahres ihre Wirkung entfalten. Das werde den Wettbewerbsdruck unter den Kassen spürbar erhöhen, so die VDEK-Chefin weiter. Umso wichtiger sei es deshalb, "dass nun wirklich faire Wettbewerbsbedingungen hergestellt werden", sagte Elsner. Die Politik müsse die geplante Finanzreform wie geplant umsetzen.

Quelle: dts Nachrichtenagentur

Videos
Symbolbild
... Und wenn Dein Körper das kleine Corona Problem schon selbst erledigt hat?
Vernon Coleman 2019
Dr. Vernon Coleman: „Das könnte unmöglich passieren! Oder doch?“
Termine
Das Ende der Pandemie - Der Tag der Freiheit / Lockdown-Großdemo
Berlin
01.08.2020
Newsletter
Wollen Sie unsere Nachrichten täglich kompakt und kostenlos per Mail? Dann tragen Sie sich hier ein:
Schreiben Sie bitte egge in folgendes Feld um den Spam-Filter zu umgehen

Anzeige