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Hansgrohe-Gründerfamilie investiert in innovative Zahnimplantat-Technologie von Zircon Medical

Archivmeldung vom 25.02.2021

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 25.02.2021 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Sanjo Babić
hansgrohe in Schiltach
hansgrohe in Schiltach

Foto: Andreas Praefcke
Lizenz: CC-BY-4.0
Die Originaldatei ist hier zu finden.

Das Family Office der Hansgrohe-Gründerfamilie, die Syngroh Beteiligungsgesellschaft mbH, erwirbt eine Minderheitsbeteiligung an der Schweizer Zircon Medical AG ("Zircon Medical").

Das Schweizer Unternehmen stellt mit dem "Patent(TM)-Implantatsystem" Zahnimplantate aus Keramik her, die erhebliche Vorteile hinsichtlich der Bruchfestigkeit und der Biointegration gegenüber herkömmlichen Implantaten sowohl aus Titan als auch aus Keramik bieten. Das belegen klinische Langzeitdaten - eine entsprechende Achtjahresstudie der Universität Düsseldorf wird in diesem Jahr veröffentlicht - sowie mehr als 10.000 seit 2006 eingesetzte Implantate. Zircon Medical produziert an zwei Standorten in Deutschland. Mit der finanziellen und unternehmerischen Unterstützung der Familie Klaus Grohe, Nachfahren des Gründers und Mitgesellschafter des weltweit erfolgreichen Sanitärunternehmens Hansgrohe SE, will Zircon Medical in den kommenden Jahren den europäischen und den US-amerikanischen Markt für sein Implantatsystem erschließen.

Das von Zircon Medical patentierte Keramikimplantat-Verfahren adressiert zwei aktuell bestehende Herausforderungen in der Dental-Implantologie: Titanimplantate sind zwar als Zahnersatz etabliert, das Material und das Systemdesign der Implantate begünstigen aber Komplikationen wie Entzündungen und in deren Folge Gewebeverlust im Zahnbett. Zudem haben manche Patienten Vorbehalte, sich metallische Gegenstände in den Körper einsetzen zu lassen. Keramikimplantate hingegen haben Vorteile hinsichtlich ihrer Ästhetik und Verträglichkeit, je nach Anwendungsbereich ging dies allerdings bislang zu Lasten der Integration in den Knochen und der Bruchfestigkeit. Das innovative Patent(TM)-Implantatsystem von Zircon Medical vereint die Vorteile beider Materialien: Aufgrund der gegenüber anderen Zirkonimplantaten deutlich raueren, vollständig hydrophilen und größeren Oberfläche erreichen sie eine vorhersagbare Hartgewebsintegration auf dem Niveau von Titanimplantaten und eine klinisch belegbar bessere Weichgewebsintegration. Auch ihre Überlebensrate ist diesen vergleichbar, während gleichzeitig das Risiko in Bezug auf Allergien oder Empfindlichkeiten nachweislich wesentlich reduziert ist.

Entwickelt und patentiert wurden das proprietäre Herstellungsverfahren und das biomimetische Design des Patent(TM)-Implantatsystems von der Zircon Vision GmbH im bayerischen Wolfratshausen. Im Jahr 2019 erwarb die Zircon Medical AG alle Rechte an dem Verfahren. Heute ist Zircon Medical mit 28 Mitarbeitern in der Schweiz, Österreich, Deutschland, Frankreich, Belgien und Portugal aktiv. In den kommenden Jahren sollen zahlreiche europäische Märkte sowie die USA mit strategischen Partnerschaften und eigenem Direktvertrieb erschlossen werden. Die Familie Grohe wird das Unternehmen bei diesem Vorhaben nicht nur finanziell, sondern auch strategisch mit der langjährig in Führungspositionen der Hansgrohe SE erworbenen unternehmerischen Erfahrung und internationalen Netzwerken unterstützen, etwa in den Bereichen Vertrieb, Prozessmanagement und Organisationsentwicklung.

Nicolas Grohe, Gesellschafter der Syngroh Beteiligungsgesellschaft, sagte: "Unser Beteiligungsfokus liegt im Schwerpunkt auf Mittelständlern mit einem mittleren zweistelligen Unternehmenswert, als Unternehmerfamilie sind wir aber auch für kleinere Transaktionen offen, wenn sich attraktive Möglichkeiten bieten. Unsere Familien-DNA ist von Innovation und Wachstum gleichermaßen geprägt wie von langfristigem Denken - wir wollen Zircon Medical ein ebenso verlässlicher Partner sein, wie es die Patent(TM)-Implantate für die Patienten sind."

Marco Waldner, Geschäftsführer von Zircon Medical, ergänzte: "Wir freuen uns, dass mit Familie Grohe ein Investor an Bord kommt, dessen Name für Innovationsführerschaft steht und der sich mit dem Thema Skalierung und Internationalisierung bestens auskennt - von der Entwicklung industrieller Prozesse bis hin zum Aufbau einer Marke. Wir haben die Familienmitglieder bereits als zupackende und ideenreiche Charaktere und echte unternehmerische Partner kennengelernt. Diese Unterstützung ist mindestens ebenso viel wert wie der finanzielle Beitrag, den die Familie zur Expansion unseres Unternehmens leistet."

Wissenschaftliche Referenzen:

  • Becker J, John G, Becker K, Mainusch S, Diedrichs G, Schwarz F. - Klinische Leistungen von zweitigligen Zirkonoxidimplantaten im hinteren Unter- und Oberkiefer: eine prospektive Kohortenstudie über zwei Jahre. Clin. Oral Impl. Res. 28, 2017, 29-35 doi: 10.1111/clr 12610
  • Brüll F, van Winkelhoff AJ, Cune MS. Zahnimplantate aus Zirkonoxid: eine klinische, röntgenologische und mikrobiologische Bewertung bis zu drei Jahren. Int J Oral Maxillofac Implantate. 2014 Jul-Aug; (4) :914-20. Doi:10.11607/jomi.3293

Quelle: Syngroh Beteiligungsgesellschaft mbH (ots)

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