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Nur 20 Prozent aller ICE voll funktionsfähig

Archivmeldung vom 22.11.2018

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 22.11.2018 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Andre Ott
Kritiker sehen im gespiegelten Logo im oberen Teil das typische Gesicht der Bahn-Kunden (Symbolbild)
Kritiker sehen im gespiegelten Logo im oberen Teil das typische Gesicht der Bahn-Kunden (Symbolbild)

Bild: Deutsche Bahn / Eigenes Werk

Der Deutschen Bahn AG fehlen aktuell rund 5.800 Mitarbeiter im so genannten "betriebskritischen Bereich", der direkt für den Zugverkehr zuständig ist. Dies geht aus internen Dokumenten des Aufsichtsrats der Deutschen Bahn hervor, der heute in Berlin zusammenkommt. Laut dem Papier, das dem ARD-Politikmagazin Kontraste vorliegt, fehlt es dem Konzern unter anderem an Lokführern, Instandhaltungskräften und IT-Spezialisten.

Nur 20 Prozent der ICE-Züge fahren voll funktionsfähig durch Deutschland - dies geht aus internen Unterlagen der DB vom Juni hervor, die Kontraste vorliegen. Grund dafür ist laut den Bahn-Dokumenten, dass die Züge verspätet in die Werkstätten kommen und daher oft nur Zeit für sicherheitsrelevante Reparaturen bleibt. Auch Zugbegleiter bestätigen Kontraste, dass Züge teilweise Wochen oder Monate mit denselben Mängeln unterwegs seien. "Ein System, das über Jahrzehnte auf Sparen getrimmt worden ist, kollabiert nun", kommentiert der Vorsitzende der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), Claus Weselsky, im Interview mit Kontraste.

Für Oktober hatte der DB Konzern den Pünktlichkeitswert im Fernverkehr mit nur 73 Prozent angegeben - geplant waren eigentlich 82 Prozent. Dieses Ziel hat der DB Konzern nach Kontraste-Informationen nun auf das Jahr 2025 verlegt.

Quelle: Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) (ots)

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