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Hartz-Gesetze tragen Armut in die Mitte der Gesellschaft

Archivmeldung vom 16.08.2012

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung am 16.08.2012 wiedergibt. Eventuelle in der Zwischenzeit veränderte Sachverhalte bleiben daher unberücksichtigt.

Freigeschaltet durch Thorsten Schmitt
Bild: Dr. Klaus-Uwe Gerhardt / pixelio.de
Bild: Dr. Klaus-Uwe Gerhardt / pixelio.de

"Für eine Hartz-Jubelarie besteht kein Grund, denn die gegenwärtige Bilanz ist ein Desaster. Mit diesem tiefen Einschnitt wurde der Armut ein Weg in die Mitte der Gesellschaft geebnet". Das erklärte SoVD-Präsident Adolf Bauer heute zum Auftakt der Hartz-Reform vor zehn Jahren. Insbesondere die Entwicklung der Kinderarmut bereite Anlass zu großer Sorge. "Wer jetzt eine Party feiert, der verhöhnt die Menschen, die durch Hartz von Armut und prekärer Beschäftigung betroffen sind", so Bauer.

Der SoVD-Präsident verwies auf das Scheitern der Gesetze und forderte eine grundlegende Korrektur. "Zwei erfolgreiche Verfassungsklagen und die enorm hohe Zahl von Hartz-Streitfällen zeigen deutlich, dass eine Generalrevision der Gesetze nötig ist." Aus Sicht des SoVD seien insbesondere eine Anhebung der Bezugsdauer beim Arbeitslosengeld I und ein finanzieller Ausgleich der Übergänge vom Arbeitslosengeld I zu Hartz IV erforderlich.

Quelle: SoVD Sozialverband Deutschland (ots)

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